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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Psychische Widerstandsfähigkeit besser erfassen

Geschrieben von Prof. Andreas Maercker am .

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Dank dem neuen Fragebogen von Psychologen der Universität Zürich kann die psychische Widerstandsfähigkeit besser erfasst werden. (Bild: © Robert Kueschke / Fotolia.com)

Viele Menschen leben auch nach traumatischen Erlebnissen ohne psychisches Leid weiter. Denn es gelingt ihnen, das Erlebte trotz aller Schrecken für sich einzuordnen. Dieser Kohärenzsinn wurde erstmals in den 70-er Jahren beschrieben – seine Messung blieb jedoch bis heute problematisch. Nun haben Psychologen der Universität Zürich einen Fragebogen entwickelt, der den Kohärenzsinn für die Trauma-Bewältigung sachgerechter erfassbar macht.

In den 1970-er Jahren lieferte der israelische Medizinpsychologe Aron Antonovsky Belege für eine gedankliche – oder kognitive – Fähigkeit: Während viele Holocaust-Überlebende noch Jahrzehnte später psychisch und körperlich am Erlebten litten, blieben andere Verfolgte gesund oder gesundeten. Gewissen Menschen gelingt es offenbar, traumatische Erfahrungen gedanklich einzuordnen und zu verarbeiten, auch wenn sie noch so schrecklich für das eigene Leben sind. Antonovsky stellte diesen Kohärenzsinn als zentrale Eigenschaft für das heraus, was heute meist mit «Resilienz» ­– psychische Widerstandsfähigkeit ­– bezeichnet wird. Seitdem wird der Kohärenzsinn mit einem von Antonovsky entwickelten Fragebogen international in vielen Forschungsprogrammen untersucht. Dieser Fragebogen weist jedoch konzeptionelle und methodische Fehler auf, die der psychologischen Grundlagenforschung seit längerem bekannt sind.

Inhaltlich eindeutiger und verständlicher Fragebogen
Wissenschaftler des Psychologischen Instituts der Universität Zürich haben das ursprüngliche Konzept des Kohärenzsinns überarbeitet und eine neue Erfassungsmethode erstellt. «Wir haben das Konzept auf den wesentlichen Kern zurück geführt, das heisst auf das prinzipielle Einordnen-Können extrem belastender Lebensereignisse in das eigene Weltbild», erklärt Andreas Maercker, Professor für Psychopathologie. Die frühere Erfassungsmethode von Antonovsky bezog auch die Fähigkeit mit ein, aus Extremerfahrungen Sinn zu ziehen. Diese konzeptionelle Vermischung führte teilweise zu widersprüchlichen wissenschaftlichen Ergebnissen. «Denn für die individuelle Sinnfindung nach dem Erleben von Traumata liegen inzwischen neue und spezifische Erfassungsmethoden unter dem Begriff der vor», so Andreas Maercker. Zudem haben die Psychologen der UZH den Fragebogen verständlicher und kürzer gestaltet, weil die Vorgängerversion auch hier Schwächen aufwies.

Zuverlässigere und objektivere Ergebnisse
Die Zürcher Wissenschaftler konnten den neuen Fragebogen bereits in wissenschaftlichen Studien anwenden. Sie befragten dazu über 300 Trauernde – die meisten von ihnen hatten ein Kind oder den Ehepartner verloren. Die betroffenen Personen zeigten – wie erwartet – in unterschiedlichem Ausmass Kohärenzgefühle. Diejenigen mit einer höheren psychischen Widerstandsfähigkeit hatten weniger Depressionen und ihre Trauer war weniger schmerzhaft. «Der neue Fragebogen zum Kohärenzsinn zeigt als Erfassungsmethode zuverlässigere und objektivere Ergebnisse als der frühere Fragebogen.» Damit ist für Andreas Maercker der Weg frei, in weiteren Studien über die Ursachen für den Kohärenzsinn zu forschen und Wege zu suchen, diese Fähigkeit bei Betroffenen zu stärken.

Literatur:
Rahel Bachem & Andreas Maercker. Development and psychometric evaluation of a revised Sense of Coherence Scale. European Journal of Assessment. March 14, 2016. Doi: 10.1027/1015-5759/a000323

Prof. Andreas Maercker
Psychologisches Institut
Psychopathologie und Klinische Intervention
Universität Zürich

 

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