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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Heisse Räder, harter Sattel!

Geschrieben von Marcel Krebs am .

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Die FRANCOVÉLOSUISSE KENNT KEINE "GRENZEN"

 Pruntrut/Belfort/Zürich, 26.5.15 mk. Die FrancoVéloSuisse besteht aus der eigentlichen Hauptstrecke von Porrentruy nach Belfort und 6 Nebenstrecken. Die knapp 40 km lange Hauptstrecke verbindet den Schweizer Jura mit der Stadt Belfort, der Verwaltungssitz des Départements Territoire de Belfort ist. Dieser Streckenabschnitt ist wie geschaffen für Familienausflüge. Fast gänzlich flach und nur mit einer kleinen Steigung, wo man ein bisschen ins Schwitzen kommt, hier wird Fahrradfahren zum grössten Vergnügen. Mit der Familie wird das Radfahren auf der Route zum absoluten Highlight des Jahres. Und wer am Schluss noch nicht genug hat und gut trainiert ist, der kann noch auf den Bergstrecken der Tour de France seine Herausforderung suchen. 

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Auf der FrancoVéloSuisse kennt der Radspass keine Grenzen.

Pruntrut

Die Einwohnerzahl der zweitgrössten Juragemeinde bewegt sich so um die 7000 Einwohner. Mehrheitlich redet man in Porentruy französisch (89,5%). Ca. 3% sind deutschsprachig, und etwa 2,2% sind italienischsprachig. Die höchste Bevölkerungszahl war 1970 mit gegen 7500 Einwohnern in der Stadt. Seit der Rezession in den siebziger Jahren hat die Bevölkerungszahl stetig abgenommen. Traditionell werden wie vielerorts im Jura Uhren hergestellt. Die ganz grossen Uhrenfabriken stehen aber heute leer. Die Swatch Group hat in den letzten Jahren, vielen kleinen Firmen der Uhrenbranche eine neue Existenz geschaffen. Pruntrut wirkt für den Besucher etwas verträumt. Das macht wahrscheinlich den feinfühligen Charakter des Städtchens aus. In Pruntrut sind einige kantonale Institutionen angesiedelt und das sind: Das kantonale Gericht, mit dem Untersuchungsgefängnis, die Kantonsbibliothek, die Kantonalbank des Jura und die Denkmalpflege. Der 1979 gegründete Kt.Jura ist das jüngste Mitglied der Eidgenossenschaft. Um die Bevölkerung zusammenzuhalten, hat man die verschiedenen Departemente auf verschiedene Bezirke und Städte verteilt. 

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Das hübsche Städchen Pruntrut hat viel zu bieten.

Das Hôtel-Dieu, das früher ein Spital war, wurde liebevoll umgebaut und beherbergt heute ein historisches Uhrenmuseum, dazu kommt eine reichhaltige Plakatauswahl vergangener Zeiten und eine Apotheke, wie sie in damaliger Zeit geführt wurde. Eine Führung  durch Pruntrut lohnt sich. Angefangen beim Schloss, das über der Stadt steht und einst Sitz der Basler Bischöfe war, führt der weitere Besuch, durch herrlich romantische Gässchen, vorbei an historischen, prächtigen Brunnen bis hin zum Gymnasium mit seinem wundervollen botanischen Garten. Pruntrut ist (s)eine "Zeitreise" wert.

 

 Wirklich gemütlich?

Nach einer erholsamen Nacht im Hotel Bellevue in Pruntrut, wo ich nach dem feinen Nachtessen wieder neue Kräfte gesammelt hatte, folgte nun heute der Tag der Wahrheit. Sozusagen die Königsetappe für Wenigradler. Die Frage "wie weit, wie lang" stand für mich an diesem sonnigen Donnerstag im Vordergrund.  Ich wollte es doch genau wissen. Ist jetzt die Strecke von Pruntrut nach Belfort so gemütlich wie im Reiseprospekt? Ja, kann ich nur zum grossen Schrecken meiner Mitreisenden sagen, ja ich musste fahren und ich musste Leiden und ich musste den ganzen Tag ein lässiges Grinsen aufsetzen, ich wollte ja nicht als Weichei in die Reisegeschichte eingehen. Jetzt wisst ihrs, der fröhliche Marcel hat gelitten, gelitten als würde er die Tour de France fahren. Doch es war wunderschön und die Strecke ist leicht, für jedermann. Man muss dabei auch noch bedenken, der Verfasser dieses Artikel kam völlig untrainiert, übergewichtig und ausgelaugt nach Pruntrut. Doch die Fahrt durch den Jura hat ihm viel, viel Spass gemacht, wenn das andere meiner Kollegen und Kolleginnen auch nicht so vermuten. Das "geht es noch?, magst du noch?, sollen wir langsamer fahren", krazte schon ein bisschen an meinem königlichen Stolz. Ich, der früher (vor 30 Jahren) im Höllentempo die längsten Alpenpässe mit dem Rennrad fuhr, knickte nur schon vor dieser moralischen Unterstützung ein. Doch sie hatten alle recht. "Mein Weg war mein Ziel", dieses Ziel erreichte ich meistens im Besenwagen, d.h. im Autobus, der als Begleitung mitfuhr. 

Inge und Katharina

 

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Die Radwege des "FrancoVéloSuisse" bieten genug Platz, auch wenn man mal ins Schwanken kommt, besteht nie Gefahr zu stürzen. Sie sind grosszügig gebaut, gut beschildert und geben auch Mal bei einer Begegnung der anderen Art (ein entgegenkommender Radfahrer und ich) Platz, sich in der parallel verlaufenden Wiese zu verabschieden. Heute war Schwitzen ein Fremdwort, weil trotz der 19°C immer ein feines Lüftchen durch die Hochebene strich. Überzeugt auf der Tour haben mich natürlich auch die Restaurants auf dem Weg zur Löwenstadt. Das gute Essen und der gute Wein gehören zur Velotour. Das Mittagessen mit feinem Salat als Vorspeise und Lammkoteletts mit gebratenen Kartoffeln als Hauptspeise waren ganz einfach gut. Ebenfalls das Dessert mit feinstem Eis in mehreren Gourmetvarianten.

Lieber zu viel Essen als zu viel Treten!

Ob es der ausgesprochen herrlich zu geniessende Beaujolais war oder das zu viel Essen im Bauch, war im weiteren Verlauf der (Tor) Tour nicht mehr zu eruieren. Meinem Hintern hat allerdings das fahren auf einsamen Wegen weniger Spass gemacht. Ich empfehle jedem eine Radlerhose anzuziehen. Gekonnt hat uns Katharina die Reiseleiterin über den FrancoVéloSuisse geführt. Vornehmlich hat sie mich immer wieder über die zurückgelegte und noch ausstehende Distanz, fein säuberlich informiert. Wenn sie auch ein schelmisches Grinsen dabei nicht verkneifen konnte. Ich bin übrigens in Belfort angekommen. Nicht im Besenwagen, nein, im Autobus. Auf den letzten Metern der Strecke musste ich die Segel streichen. Ob es der ausgesprochen herrlich zu geniessende Beaujolais war oder das zu viel Essen im Bauch, war im weiteren Verlauf der (Tor) Tour nicht mehr zu eruieren. Meinem Hintern hat allerdings das fahren auf einsamen Wegen weniger Spass gemacht. Ich empfehle jedem eine Radlerhose anzuziehen. Gekonnt hat uns Katharina die Reiseleiterin über den FrancoVéloSuisse geführt. Vornehmlich hat sie mich immer wieder über die zurückgelegte und noch ausstehende Distanz, fein säuberlich informiert. Wenn sie auch ein schelmisches Grinsen dabei nicht verkneifen konnte. Ich bin übrigens in Belfort angekommen. Nicht im Besenwagen, nein, im Autobus. Auf den letzten Metern der Strecke musste ich die Segel streichen. Wer sitzt schon gern auf Nägeln oder waren es Holzpflöcke? Von einem Sattel jedenfalls habe ich nie gesprochen. 

Eine Badewanne, eine Badewanne! 

Die grosszügigen, schönen Zimmer im Hotel Boreal und die Badewanne versöhnten mich wieder mit meinem Allerwertesten, der mich so im Stich gelassen hatte. Gut eine Stunde hielt ich es in der Wanne aus. Raus au der Wanne, ran an die Arbeit! Die Arbeit, ja die liebe Arbeit lässt halt einem auch auf so einem ausgeflippten Trip ins Grüne nie los. 

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 Wirlklich nicht übertrieben. Belfort ist Happy!

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Der Tunnel zur Burg. Zugang gab es nur über die Zugbrücke.

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Belfort die Stadt des Löwen

Belfort hat seinen ganz bestimmten Reiz. Die Menschen sind nett, hilfreich und liebenswürdig. Flanieren in Belfort ist top. Die Cafés rings um den Place d'Arme sind gemütlich. Stundenlang könnte man hier sitzen, ein Bier oder einen Café geniessen, den Menschen zuschauen oder ganz einfach wunderbare Gespräche mit seiner Begleiterin führen. Der Besuch der uneinnehmbaren Zitadelle mit ihrem steinernen riesigen Löwen bietet von oben eine herrliche Aussicht auf die gesamte Stadt. Allerdings sind doch ein paar Schweisstropfen gefordert, will man hinauf aufs Dach von Belfort steigen. 

Auch die schönste Reise (Radfahrt) geht einmal zu Ende.

Vier Tage habe ich auf den Rädern die die Welt bedeuten verbracht. Erstaunlich ist, dass die Tage auf den Rädern ein eindrückliches Erlebnis waren. Nicht auf die Kilometer kommt es auf dem FrancoVéloSuisse Radweg an, sondern auf die grandiosen Landschaften und die Erlebnisse rund ums Rad. Der FrancoVéloSuisse ist tatsächlich eine Reise wert. Wenn doch ein Mitglied in der Gruppe mit mehr in den Beinen dabei ist, so kann er zum Dessert die Tour de Francepässe im Elsass geniessen. Auch ein Ausflug auf den Belchen mit seiner 360° Rundsicht ist lohnenswert.

Die Haupstrecke "FrancoVéloSuisse" wird durch insgesamt sieben Abzweigungen, die für jedes Niveau etwas bieten ergänzt.

641 - Runde durch die Stadt des Löwen Länge 16 km - einfache Tour

642 Runde der drei grünen Wege Länge 23 km einfache Tour

643 Am Fusse der Vorgesen Länge: 48 km mittlere Tour

644 Die Seen des Sundgau Länge: 37 km mittlere Tour 

645 Zwischen Elsass und Jura 89 km schwierige Tour

646 Die Runde von Ajoie Länge 45 km mittlere Tour

647 Auf den Spuren der Dinosaurier 56 km mittlere Tour

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In Belfort ist das ganze Jahr über etwas los. Auskunft gibt Belfort Tourisme.

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Belfort bietet auf dem gesamten Stadtnetz Fahrräder an.

Ludovic Maire im "Côté Salé" oder der Vizemeister der Macaron

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Der Newcomer aus Belfort

Im kleinen feinen Restaurant von Ludovic Maire schmeckt das Essen einfach himmlisch. Der Macaron Vizemeister von Frankreich versteht sein Fach. Nicht nur die Macarons sind lecker auch seine Speisen. Dazu serviert er französische Weine. Ludovic zeigt hier tolle Kochkunst und serviert wundervoll angerichtet. Seit Kurzem führt er mit seiner Frau einen Teesalon der nur süsses anbietet. Das "Côté Sucré" bietet ebenfalls ein tolles Embiente und man kann im "Côté Sucré"eine riesen Auswahl an Macarons und anderen Köstlichkeiten essen. Wer mehr über den Newcomer in Belfort wissen will:

 https://www.facebook.com/cotesale?fref=ts

 

DER ZUCKERBÄCKER VON BELFORT

Stéphane Klein ist einer der führenden Zuckerbäcker Frankreichs. Seine Kunstwerke finden weltweit Anerkennung. Immer wieder misst sich der Belforter Zuckerbäcker mit Berufskollegen zur Meisterschaft. Daneben bildet der Meister neue Lehrlinge aus und führt sie in der Zauberstube der Kunst in die Geheimnisse des Zuckerbäckers ein. Die Verkäuferin vom Laden, die auch manchmal Auserwählte in die Kammer der Ausstellung führt erzählt: "In den ersten Tagen meiner Arbeit war mir schon ein bisschen mulmig. Da wurde mir bewusst, wenn ich über die Schwelle des Eingangs gehe, betrete ich eine völlig andere Welt. Ich hatte ehrlich gesagt, auch ein bisschen Angst. Heute habe ich mich daran gewöhnt. Ich finde es toll hier zu arbeiten, die Welt des Schreckens ist zur Welt des Staunens und des Liebhaben geworden."

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