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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

An einem Sonntag in Avignon

Geschrieben von Andrea Krebs am .

TITEL REISEN

Foto Brönner Thorsten Cool. Adt. Vaucluse Tourisme

  AN EINEM SONNTAG IN AVIGNON

Mit dem E-Bike durch die schönsten Dörfer des Vaucluse - Eine Reportage von Andrea Krebs

Zürich, im Mai 2016. Einfach Mal weg vom Alltag, rein ins sonnige Vergnügen und auf ins kulinarische Schlaraffenland. Die tägliche Routinearbeit fordert heutzutage viel von jedem Einzelnen, zu viel! Wenn es einem dann so richtig zum „ihr könnt, mich mal“ ist, dann ist es höchste Zeit für eine kleine Veränderung. So jedenfalls war es wieder bei mir. Der Süden um genau zu sein Südfrankreich hat mir schon immer in der Not die nötigen neuen Impulse gegeben. Dort im sonnigen Süden, wo man seine Arbeitsmaske in ein sonniges Wohlfühlgesicht umtauschen kann. Dort wo man ganz so nebenbei auf sportliche Weise den gewöhnlichen Alltag vergessen kann und da, wo man heiter und fröhlich auf einem der Wochenmärkte Hübsches, Neues und Aussergewöhnliches entdecken kann. Wieso sollte es diesmal anders sein?

Das Departement Vaucluse mit seinen gebirgigen Zügen des Luberon, liegt mitten in der warmen Sonnenstube Südfrankreichs. Mit über 2200 Sonnenstunden im Jahr lässt es sich hier tatsächlich wie eine kleine Sonnengöttin leben. Ausprobiert? Ja, und wie! Ich hab eines Tages meine Sachen gepackt, bin mit dem TGV von Basel in die Stadt des ehemaligen Papstsitzes nach Avignon gefahren. In rund 4 1/2 Stunden lässt sich der Wechsel vom frischen Norden in den warmen Süden leicht bewältigen. Dabei kommt mir beim Namen von Avignon nicht der einstige Papst, sondern eher „Sur le Pont d'Avignon“ in den Sinn. Avignon verwaltet ein beträchtliches Kulturerbe. Die Stadt war schliesslich im 14. Jahrhundert die Hauptstadt des Christentums. Päpste, Kardinäle und Gesandte verschönerten die Stadt Jahr um Jahr. Heute gehört sie zum Unesco Kulturerbe. Diesmal war Avignon nur der Ausgangspunkt für meine fünftägige Erholungstour in der Provence. Ich wollte ja raus aus der Stadt und nicht wieder rein in eine Stadt. Ich wollte Natur geniessen. Natur pur mit gutem Essen und allem, was dazugehört. Eigentlich wollte ich auch ein bisschen verrückt spielen. Unbeschwertheit geniessen, träumen, abschalten, neue Kraft tanken, nichts tun. Wie liebe ich diese Gegend.   Jedesmal ist es auch für eine Vielreisende ein freudiges Wiedersehen mit "meiner Provence".  Diesmal bin ich allerdings nicht zu Fuss, sondern elektrisch - mit E-Bike unterwegs und so. 

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(c) Hocquel Alain Coll CDT VAUCLUSE

 Jetzt habe ich schon ein bisschen übertrieben. Um das weitläufige Vaucluse zu besichtigen, braucht es schon noch eine Hilfe. Bereits im Voraus habe ich am TGV Bahnhof einen Wagen reservieren lassen. Das mulmige Gefühl im Magen, dass ich immer bei so Spontanaktionen verspüre, ist gänzlich, seit ich mich im Zug befinde, verschwunden. Mein Chef soll ruhig mal spüren, was es heisst, sich fünf Tage lang selber zu organisieren. Ich jedenfalls habe mich gut organisiert. Meine Augen strahlten ein funkelndes, ist noch was aus. Im Zug zog ich bereits meinen knallroten Lippenstift heraus und entzückte meine Lippen damit. Was erwartet mich dieses Mal?  Meine Gedanken schwebten bereits über dem kulinarischen Buffet, meine Augen nahmen das fremdländische, lässige Ambiente hier im Süden mit jedem Kilometer auf, auch wenn der TGV mit 320 Sachen an den Häusern vorbeirauschte. Ich freute mich wie ein kleines Kind an Weihnachten, wenn es ein grossartiges Geschenk bekam. Die Landschaft veränderte sich langsam, auf tristes Grau, folgte saftiges Grün, auf blasses Gelb, folgte starkes Oker, der Süden kam näher und näher. Meine Augen suchten gierig nach mehr. Da! Die Geschwindigkeit des Zuges verringerte sich. "Avignon! Wir erreichen in fünf Minuten Avignon!" Die sanfte Stimme aus dem Lautsprecher riss mich brutal aus meinen Ferienträumen. Schon da? Ja! Willkommen im Paradies zur Sonne.

Mein Peugeot und ich

Eigentlich bin ich nicht so scharf darauf neue Autos einzufahren, aber das war wieder ein solch superneuer Peugeot 208. 300 Kilometer zeigte der Tacho an. Das Navi, das mich beim Knopfdruck mit "Bonne journée, s'il vous plaît entrer ses coordonnées" begrüsste, diesem sagte ich gleich wieder tschüss! Mit diesen Dingern tut sich eine Blondine nur schwer. Die Antwort für meine Abneigung gegenüber Navigeräten kam postwendend, den zuerst landete ich statt auf der D235 mitten in einem kleinen Kaff ausserhalb Avignons. Zweimal rund um den Kreisel, Verzweiflung pur, dann am Strassenrand ein Fahrlehrer. Meine Geschichte amüsierte ihn, er zeigte auf mein Navy, er lachte, fuhr mir dann aber voraus bis auf die genannte Strasse.

                                                                 

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"Hebt Eure Augen auf zu den Bergen, von denen Euch Hilfe kommt!"

Heiliger Augustinus 354-340 n.chr.  Foto Mont Ventoux (c) Hocquel Alain Coll CDT VAUClLUSE

Endlich! Ich bin auf der ersehnten D 235. Mein Wägelchen läuft wie geschmiert. Der fast 2'000 Meter hohe Mont Ventoux kommt näher. Immer eindrücklicher wird seine Grösse, hier unten in der hügeligen Landschaft der Anfahrt zum wohl bekanntesten Höhepunkt der Tour de France. Dort obnen auf dem Berg des Windes, dort wo sich schon viele Schicksale der Tour abgespielt haben, leuchtet Rot-Weiss, der Sendemast der Wetterstation. Wie muss es für einen Rennfahrer der sich nicht in den vorderen Rängen halten kann sein, wenn er weit oben sein Tagesziel sieht? Was für Gedanken müssen durch seinen Kopf gehen, wenn er im Sommer bei Gluthitze auf dem letzten Zacken in die Pedale drückt?

Ich werde aus meinen Gedanken gerissen. Ich habe einen Termin. Vorher noch ins Hotel. Ich atme durch, ich will ja auch ein paar Tage ausspannen, ausspannen vom Stress, vom Alltagsleben in der Grossstadt, von der Hektik auf der Redaktion. Wird es mir nun tatsächlich gelingen? Ich nehm den Fuss vom Gaspedal, es wird ruhiger, mein Gesicht entspannt sich. Heute brauche ich kein Navy mehr. Zwei Kilometer vor meinem ersten Rendezvous kommt die Tafel, Hotel l'Hermitage, ich fahre rechts rein und stehe vor einem alten wunderschön gepflegten Bürgerhaus. Die schattige Baumallee, durch die ich meinen Koffer zieh, führt mich tatsächlich zu einem Traumschloss. Die Vögel zwitschern, der Wind haucht mir eine sanfte Brise ins Gesicht. Endlich fällt der Schleier. Aus Stress wird Entspannung, aus Hektik wird Ruhe. Ich habe das Gefühl die Uhr läuft hier ganz einfach in einem anderen Tempo oder gar verkehrt rum. 

Hotel l'Hermitage 

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La Provence, La Provence du blühendes Land - Menschen haben dich Garten der Liebe genannt. La Provence, La Provence aus Träumen gemacht, führst du Menschen zusammen bei Tag und bei Nacht. Lyrics Hans Georg Schenckendorff

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 Bild oben und links: Hotel l'Hermitage Pernes-les-Fontaines (c) Hotel l'Hermitage

Pernes-les-Fontaines ist ein sehr interessantes Städtchen. Pernes-les-Fontaines liegt zwischen dem elf Kilometer entfernten L’Isle-sur-la-Sorgue und dem sechs Kilometer entfernten Carpentras. Hier treffen Geschichte, Kultur, Kunst und Malerlei aufeinander. Der Vierzig-Brunnen-Weg, genau sind es 41 Brunnen, das befestigte Stadttor, der Ferrande-Turm mit seinen fantastischen Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert, die Kirche Notre Dame de Nazaret aus dem 11.Jahrhundert, die Markthalle aus dem 17.Jahrhundert und der Glockenturm aus dem 11.Jahrhundert. Wer den Ferrande-Turm besichtigt, der muss auf steile Treppen, die oftmals ohne Geländer sind, gefasst machen. Es lohnt sich, den Weg nach ganz oben zu machen! Wer zudem eine versierte Fremdenführerin nimmt, lernt Geschichte bis ins kleinste Detail kennen. Meine versierte Führerin Catherin Roque hat es jedenfalls verstanden, mich auch während des anstrengenden Aufs- und Ab fantastisch zu unterhalten.

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(c) SPH A.Krebs Brunnen in Pernes-les-Fontaines

 

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Maitre Patissier Chocolatier Jean-Luc Battu und seine Frau. Maison Battu Foto SPH A.Krebs

Kunst prägt das moderne wie das historische Stadtbild von Pernes les Fontaines

Maitre Patissiert Chocolatier Jean-Luc Battu ist der Künstler der Süssigkeiten hier im Dorf, ja für die Region. Dabei kreiert er alles Mögliche, was mit süss anfängt. Jean-Luc Battu ist weit über das Departement Vauclus bekannt. Zusammen mit seiner Frau betreibt er die herzhafte Süssigkeiten-Konditorei mit unzähligen leckeren Sachen. Hübsch eingepackt in kleine Päckchen, jedes in einem anders farbigen Papier und jedes mit einem andern Schnürchen verknüpft, leuchtet jedes dieser feinen Häppchen in seiner eigenen Ambiance. In Pernes-Les Fontaines lebt man eben Tradition. Die rund 10'000 Einwohner der 52 km2 grossen Gemeinde schätzen ihre einheimischen Betriebe mit Bäckereien, Charcuteries und die besonders gut integrierte Gastronomie und die gepflegte Hotelerie. Daneben bevorzugt man hier den Einkauf auf den traditionellen wöchentlichen Märkten. Hier findet man den Handwerker und den Weinbauer, den Gemüseanbauer, den Hotelier und den Künstler. Sie alle bilden zusammen den Mittelpunkt des gesellschäftlichen Alltags. Viele leben hier vom Tourismus. Gerade in der einzigartigen Umgebung des kulturträchtigen Ortes Pernes-les-Fontaines, wo in der grösseren Umgebung die sieben "schönsten Dörfer von Frankreich" sind, haben sich namhafte Künstler der verschiedensten Stilrichtungen niedergelassen. 

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Süsses aus dem Maison Battu - alles vom Meister persönlich gefertigt. (Fotos M.Battu)

 

Die Rose stand im Tau, es waren Perlen grau, als Sonne sie beschienen,

wurden sie zu Rubinen. Friedrich Rückkert.

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Yoann Le Bars zeigt in seiner Liveshow, wie man Glasperlen anfertigt. Bild Andrea Krebs für SPH

 L'atelier-boutique SY.Verre

Die Künstler des Ayeliers SY Verre – Suzanne Zuniga und Yoann Le Bars überzeugen durch ihre Vielfalt, ihre Fantasie und ihre überzeugende Kreativität. Wundervolle Ketten, Ringe und Armbänder lassen die Augen des Besuchers leuchten. Glasperlen wohin man schaut. Ihre Kreationen verkaufen sie nicht nur im eigenen L'atelier-boutique SY.Verre, sondern präsentieren sie auf den Märkten der Region.

 

 

LANDRY CLÉMENT - SKULPTUREN AUS HOLZ

Landry Clément, der gelernte Goldschmid aus Paris, hat sich irgendwann in Pernes-les-Fontaines niedergelassen. "An diesem inspirierenden Ort, habe ich eine neue Heimat gefunden." Wie er selbst sagt. Landry Clément lebt für und mit seiner Kunst. Eins in Eins. Spircht man mit dem Künstler, dann spürt man seine grosse Leidenschaft für Aussergewöhnliches. Seine Holzskulpturen enthalten jede einen ganz speziellen Goldeffekt und der kommt von seiner Verganenheit als Goldschmid. Seine Holzskulpturen bearbeitet er vorher mit Essig aus einer eigenen Mischung. Nur so bekommen meine Kunstwerke diese ganz spezielle Farbtönung. Neben seinen Skulpturen fertigt Landry Clément auch alltägliche kunstvolle Gegenstände wie Lampen, Tische etc. an. Dazu restauriert Landry Clément auch alte historische antike Gegenstände und Möbel. In Kirchen ist Landry Clément ein gefragter Restaurator.

Atelier Landry Clément

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Landry Clément vereint mit einem seiner exklusiven Werke.

 

 

Wenn ihr gegessen und getrunken habt, seid ihr wie neu geboren; seid stärker,

mutiger, geschickter zu eurem Geschäft.    

Johann Wolfgang von Goethe

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FEINSCHMECKER IM RESTAURANT AU FIL DU TEMPS in Pernes-les-Fontaines (c)Alle Fotos Au Fil Du Temps

NACHTESSEN MIT TERESA

Fünf Tische, 20 Stühle, höchste Spitzenqualität im Essen, aufgeführt mit Höchstbewertungen im Gault-Millau. Jerôme und Angelina Campanelli, die Gastgeber und Besitzer des Restaurant Auf Fil du Temps begeistern mit herzlicher Gastfreundschaft und vorzüglichem Essen. In ihrer Küche in der mit grosser Kunst gekocht wird, aus der bringen sie ein Gourmetssen in vielen meisterlichen Kreationen auf den Tisch. Zum Ausspannen in der Provence gehört Abends immer der Besuch in einem der feinen kleinen Restaurants dazu. Essen ist hier Kultur - Essen ist Kunst - Essen ist Philosophie! Essen ist auch meine Leidenschaft oder eine meiner grossen Leidenschaften. Solche geniesserischen Abende in unterhaltsamer, lustiger Gesellschaft verwöhnen mein Herz und jedesmal erlebe ich dabei ein paar Stunden unter oder besser gesagt mit einem farbigen berauschenden Gourmetfeuerwerk.

Menue

amuse bouche de tourteau et pomme de terre au safran de Provence

Le poireau vinaigrette à la truffe revisité en farce fine de queue de taureau de Camargue

Fricassée de homard dans son bouillon clair aux orties, petits légumes fondants

Pigeonneau de Sarrian en deux cuissons, suprême servi rosé et cuisse en salmi au lard d Aoste, émulsion de polenta à la truffe noire

Sélection de fromages à se partager

Biscuit noisette, ganache chocolat et crémeux praliné en entremet en coque de chocolat.

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Fotos RESTAURANT AU FIL DU TEMPS

 

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