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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Wir sind Freunde fürs Leben - Der Transruinaulta

Geschrieben von Marcel Krebs am .

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 Der Transruinaulta ist mehr als nur ein Marathon. Der Transruinaulta führt auf seinen 42,195 Kilometern durch eine fast unberührte Landschaft. In der Abgeschiedenheit der Rheinschlucht entführt er die Athleten auf wundersame Weise in eine Welt der Einsamkeit und der unbändigen Fantasie, um schlussendlich auf stillen Pfaden des Safientales ins Vorderrheintal und zum Ziel in Thusis zu gelangen.

Ilanz, 23.10.2015. mk/ak. - Für uns Unterländer fast winterliche Temperaturen von 3° C+, strahlender Sonnenschein und lauter fröhliche Gesichter begrüssten uns Morgenmuffel auf dem Dorfplatz in Ilanz. Für das Startprozedere hatte man sich bei der zweiten Austragung etwas einfallen lassen. Statt am Bahnhofplatz allein und fast vergessen die über fünfhundert Läuferinnen und Läufer auf die Marathonreise zu schicken, zügelte man mitten ins Dorf, ja direkt vors Rathaus. Zwei mächtige Felsbrocken auf der Startrampe zeigten den Athleten den Weg auf den ersten Metern ihrer bevorstehenden Reise über Stock und Stein. Auf einem extra angefertigten Trail hinab zur Hauptstrasse zeigte dann der Wegweiser Richtung Rheinschlucht. 1800 positive Höhenmeter, galt es nun zu bewältigen. Ein Auf und Ab auf schmalen Pfaden. Eindrücklich für die Läufer dürfte der Übergang von der Stille und dem Schatten in der Rheinschlucht hinauf auf das Plateau an der Sonne in Versam gewesen sein. Trotz der gewaltigen Anstrengung eine erste Erlösung.

Willkommen in der Erlbeniswelt des Safientales

Willkommen in der Zivilisation, um gleich wieder nach zwei Kilometern in die Abgeschiedenheit durch die Wälder Richtung Rhäzüns zu entfliehen. „Die Abwechlsung auf dieser fantastischen Strecke macht es aus und mit Abwechslung meine ich die Gegensätze der Natur. Du verlässt nach dem Start bald die Zivilisation, tauchst ein in die Rheinschlucht mit ihren steilen Felswänden, bist vollkommen auf dich gestellt. Dann steigst du steil hinauf aufs Sonnendach des Marathons, nach Versam und wirst begrüsst von begeisterten Zuschauern, hast dann kaum Zeit die vielen Gutewegwünsche entgegenzunehmen, denn nach ein paar Minuten tauchst du in die herrlichen Herbstwälder Richtung Rhäzüns ein, meint Carlo einer der Läufer später im Ziel. Für die Einen war es heute nur Genuss, für die Anderen war es ein Toprun auf Zeit. Doch auch der Sieger Beat Ritter hat nicht nur seine Kilometer abgespult. "Immer wieder schwenkte mein Augenfokus durch die wunderschöne Natur, ich genoss es durch die farbigen Herbstwälder zu rennen, lauschte auf meine Schritte. Es war wie über einen goldenen Teppich zu laufen. Das Rascheln der Blätter unter meinen Füssen, war eine ganz spezielle Art die Wälder besser kennenzulernen. Ich denke, in dieser Umgebung hat die Schöpfung einen besonderen langen Halt gemacht. Doch auch wenn du schnell unterwegs bist, kannst du geniessen!"

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Schluchtenkönig Beat Ritter aus Pontresina

Beat Ritter und Kathrin Götz - Der König und die Königin

Beat Ritter bei den Herren und Karin Götz bei den Damen distanzierten ihre direkten Konkurrenten deutlich. Ritter kam mit 8 Minuten Vorsprung in Thusis in Ziel und Kathrin Götz liess die zweite Regula Meier um über 14 Minuten hinter sich.

Gastfreundschaft "Zu Gast bei Freunden"

 Mit der guten Tat Idee "Gastgeber verhelfen Läufern zu Schlafplätzen", will man die Gastfreundschaft fördern. Rund 30 Familien aus Thusis und Umgebung haben für einen oder zwei Läufer ein Zimmer mit Verpflegung kostenlos zur Verfügung gestellt. Man möchte mit diesem Novum Bänder knüpfen. Sandra und Andri Marguth-Della Cà, ist eine der dreissig Gastgeberfamilien. Die Besitzer des Cafe Gyger in Thusis finden das persönlich eine ganz tolle Idee. So meint Zuckerbäcker Andri Marguth dazu:

 

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Bild links Andri Marguth, der seit Jahren die Rennen mit seinem Bike verfolgt.

Wir sind immer so beeindruckt gewesen von den Leuten im Schams, die an den Läufen so tatkräftig mithelfen. Die wunderbaren Kuchenbuffets, die aussergewöhnlichen Torten und vieles mehr haben uns in Thusis immer sehr beeindruckt. So wollten auch wir unsere freiwillige Mitarbeit auch zur Verfügung stellen. Thusis war ja immer der Startort des Transviamala und Zielort des neuen Transruinaulta. Für mich hat dennoch Thusis nicht für diese Veranstaltungen gelebt. Wir hatten alle da unten fast ein schlechtes Gewissen, was die dort oben so alles auf die Beine stellten, das war ja unheimlich. So habe ich gefragt, wie können wir Euch aus Thusis helfen, auch unseren Teil für die grossartige Veranstaltung beizutragen. Dabei ist dann das grösste Problem des OK zutage getreten und Thomas Häusermann der OK Präsident meinte: "Für uns stellt sich immer wieder die Frage, wo sollen wir alle die Leute unterbringen, die von weit her kommen. Die Hotels sind mittlerweile ausgebucht und eine Übernachtung weit entfernt, ist auch nicht sinnvoll. Das Ziel war aber auch, dass die vielen Läufer auch länger dableiben, vielleicht einen Ausflug machen und so die prachtvolle Gegend besser kennenlernten. Wir überlegten dann, dass es ja viele Leute in Thusis und im Schams gibt, die ein Zimmer haben und Leute, bei denen die Kinder schon ausgeflogen sind und so Platz zur Verfügung haben. So ist die Idee entstanden Gastfamilien zu suchen und dieses Jahr ist diese Idee schlussendlich umgesetzt worden. Wir haben dieses Jahr bereits 30 Gastfamilien gefunden, die Läufer und Läuferinnen für die beiden Tage kostenlos aufnehmen. "Schau nur da auf dem Platz, letztes Jahr hatte es hier kaum Leute und jetzt ist er voll Menschen. Das ist doch schön und bringt die Leute näher zusammen. Sie gehen am Nachmittag auch raus aus dem Haus und sitzen nicht vor dem Fernseher. Sie haben ja jetzt ihre Läufer, die bereits gerannt sind und auch morgen am Transviamala mitmachen. Aus Gästen werden Freunde, tolle Beziehungen und wunderbare Freundschaften. Das ist ein nicht zu unterschätzender Wert, für unser Dorf. Für die Hotels ist das keine Konkurrenz, denn sie sind sowieso ausgebucht. Ich selber habe ja auch eines (das Cafe Giger), bei mir habe ich auch einen Läufer aufgenommen. Im Juni bereits hat dieser Läufer telefoniert und wir haben es abgemacht. Dann habe ich nichts mehr gehört und vor drei Tagen hat er dann nochmals telefoniert, ob das Angebot immer noch Bestand hätte. Selbstverständlich habe ich gesagt, abgemacht ist abgemacht. Auch meine Eltern haben einen Läufer aufgenommen. Der ist schon am Donnerstag angereist. Am Abend habe ich sie beim Apéro gesehen. Eine tolle Stimmung war das im Haus und es war eine grosse Bereicherung für meine Eltern. Und der Versuch hat auch meine Eltern beflügelt. Die haben dann gestern gedacht, der ist ja alleine, jetzt laden wir doch noch eine andere Gastfamilie mit ihren Athleten ein. Es wurde ein wunderschöner Abend mit einem feinen Essen und grossartigen Gesprächen. Der Lauf ist das Eine, doch die Gastfreundschaft ist etwas unbeschreiblich Schönes, wie sie mir erzählt haben. Solche Sachen müssen wir hier oben noch viel mehr fördern. Wir müssen ganz einfach anders sein als andere und das bringt uns hier im Schams bestimmt weiter. Das Ganze ist auch bei allen gut angekommen. Solche Sachen müssen wir ausbauen, neu kreieren, das wird unsere Läufe und auch unsere Region für die Zukunft stärken." Andri Marguth sprach das mit so fester herzlicher Stimme und totaler Überzeugung und grosser Begeisterung aus, dass man jetzt weiss, was die Menschen hier oben so zusammenhält, ja zusammenschweisst. Sie ziehen alle am selben Strick. Das Resultat dieser gemeinsamen Arbeit darf sich sehen lassen, der ausgebuchte Transviamala und der neue Aufsteiger, der Transruinaulta der immer mehr Läuferinnen und Läufer anzieht. Und so sind wir als Interessierte Betrachter dem Geheimnis in der Viamala wieder einen Schritt näher gerückt. Der Zusammenhalt der Region macht es aus. Jeder Einzelne der Freiwilligen, die mitmachen, sind Feuer und Flamme für die beiden Veranstaltungen. Jeder Mann und jede Frau ist ein wertvolles Rad im grossen Getriebe des Herbstwochenendes. Alle zusammen sind sie gross und stark, eine grossartige Gemeinschaft, und sie erreichen miteinander so schier Unmögliches. 

Auszug aus der Rangliste
Männer: 1. Beat Ritter (Pontresina) 3:21:19. 2. Daniel Bolt (Schiers) 8:00 zurück. 3. Michael Bandli (Zizers) 12:36. 4. Konrad von Allmen (Olten) 13:24. 5. Iwan Schwarz (Elsau) 17:14. 6. Pascal Faden (Bassersdorf) 22:19. 7. Thomas Ernst (Winterthur) 24:28. 8. Jonas Vögtli (Büren SO) 27:53. 9. Michael Kaufmann (Dürnten) 28:15. 10. Patrick Willcock (Müswangen) 30:06.
Frauen: 1. Kathrin Götz (Bellach) 3:51:38. 2. Regula Meier (Bassersdorf) 14:17. 3. Edith Kortekaas-Amelsfoort (Versam) 17:28. 4. Emma Pooley (Hausen am Albis) 17:39. 5. Brigitte Eggerling (Chur) 19:32.

Rangliste 

Transruinaulta Run Herren Overall 331 Klassierte 
1. Ritter Beat, 1977, Pontresina 3:21.19,0 (12) 
2. Bolt Daniel, 1979, Schiers 3:29.19,2 (26) 
3. Bandli Michael, 1982, Zizers 3:33.55,5 (17)

Transruinaulta Run Damen Overall 104 Klassierte 
1. Götz Kathrin, 1979, Bellach 3:51.38,4 (38) 
2. Meier Regula, 1982, Bassersdorf 4:05.56,2 (53)
3. Kortekaas-Amelsfoort Edith, 1974, Versam 4:09.06,5 (9) 

Alle Resultate Herren

Alle Resultate Damen

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Wir sind Freunde fürs Leben. Wir sind Freunde für immer. 

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Das Album 

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