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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Mit einem Freund ist kein Weg zu weit - Der Transviamala 2015

Geschrieben von Marcel Krebs am .

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Ein Freund, ist jemand der Deine Vergangenheit versteht, an die Zukunft glaubt und

Dich heute so nimmt, wie Du bist! (Aus Sternenfunkeln) 

 Donat, 24.10.15 mk/ak. Der heutige Transviamala hat in vielen Herzen ein Feuer entfacht. Neue Freundschaften sind entstanden, Freunde haben zusammen einen unvergesslichen Tag im Hinterrheintal erlebt. Neben der prächtigen Naturkulisse blieb im Anschluss an die sportliche Tätigkeit auch die Gemütlichkeit nicht auf der Strecke. Mit Leckerem vom Kuchenbuffet, einem Kaffee oder einer Limo vertieften sich die Gespräche unter den Athleten im Festgelände bis in die frühen Abendstunden. Donat hat einmal mehr bewiesen, dass es seine Gäste bewirten kann, und wie! Jeder Abschied ist schwer, doch neue Freundschaften geben über die kommende lange Winterzeit wieder Mut und da und dort folgt ein herzlicher Besuch. Adieu meine Freunde, bis zum nächsten Jahr.

Es ist Sonntagmorgen, kurz vor zehn. Heute werde ich wieder durch die tiefe Schlucht rennen. Mit Hunderten anderen Laufbegeisterten steh ich in Thusis auf der Dorfstrasse. Jeden Moment muss es losgehen. Wilde Gedanken kreisen in meinem Kopf. Die letzten Sekunden vergehen fast wie eine Ewigkeit. Ich schliesse für einen Moment die Augen. Ich versuche, mich zu fühlen. Ich versuche, mich zu spüren. Heute ist dieser prächtige Tag nur für mich. Für mich? Als ich vor Jahren dieser geheimnisvollen tiefen Schlucht begegnet bin, hat sich in meinem Leben viel verändert. Ich war damals auf der Suche nach meinen Träumen. Ich fand hier in der Welt der Viamala mein Glück. War das Glück nur für mich? Ich merkte bald das die Allermeisten meiner Lauffreunde dieses unbeschreibliche Gefühl, das Gefühl des Glücks auch mit sich ins Ziel hinauftragen. Es war ganz einfach wundervoll. Und wieder sagte mir auch heute eine Innere herzliche Stimme:„Ich werde auch heute wieder bei Dir sein, ich hilf Dir, Du wirst wie auf Flügeln durch die Schlucht rennen. Du brauchst keine Angst zu haben, ich bin Dein Schutzengel. Ich bin bei Dir.“ Als ich vor Jahren hier meinem Schutzengel begegnet bin, da hatte das Leben auf einmal wieder einen ganz anderen neuen Sinn.

Ich werde geschubst, zuerst zaghaft, dann fester, ich erschrecke! Jetzt bin ich hellwach. Wir laufen los. Fast falle ich hin. Ich bin nicht darauf gefasst. Hab ich geträumt? Egal! Ich laufe, ich renne. Raus aus dem Dorf und hinein in die Schlucht. Es fällt mir leicht, zu rennen. Ich bin ein Läufer Kind. Fast hätte ich laut geschrien.Ich fühle mich wohl hier, im Pulk meiner Lauffreunde. Es rennt sich von alleine. Bergauf, ich spüre kein Drücken, keine Schmerzen - nichts. Ich blick mich um, freundliches Lächeln begegnet mir. Wie ich heisse? Spielt keine Rolle, wenn Du meinen Namen vergisst. Ich bin Dein Freund. Nicht ich, das Rennen unter Freunden macht es aus. Wir ziehen unsere Spuren, weichen Steinen aus es geht rauf, dann wieder runter, tief runter. Stufe um Stufe. Stein um Stein. Wir sind jetzt in der Schlucht. Auf einer Brücke über den Fluss, auf steilem Pfad den Berg hoch. Jedes Mal ist es anders, noch schöner, noch eindrücklicher, noch geheimnisvoller. Ich bleib einfach stehen, lausche, ich hör den Atem der vielen Läufer. Ich schau hinunter in die Schlucht. Ein Gefühl der Unsterblichkeit überkommt mich. Immer weiter renne ich den schmalen Pfad rauf. Ich komme aus dem Schatten der Schlucht. Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Sie erfasst mich mit ihren herbstlichen zärtlichen warmen Strahlen. Mir wird kalt, mein Herz klopft. Ein Blatt von den Bäumen erfasst mich, gleitet ganz zart über mein Gesicht. Da! Ein vergessener Schmetterling. Der Letzte? Er fliegt höher und höher. Ich sehe ihm nach. Ich tauche oben in die Wälder mit ihren herbstlichen starken Farben. Rot, gelb, grün. Ein buntes Farbenmeer lässt meine Augen glänzen. Ich geniesse. Wie schön ist es hier, wie schön.

Längst habe ich neue Freunde gefunden. Ich renne nicht mehr alleine. Wir sind schon eine ganz Weile zusammen. Magst Du schneller, fragt sie mich. Nein, ist recht so. Dabei sehe ich in ihre tief blauen Augen. Kam meine Antwort glaubhaft rüber? Ich renne nämlich schon seit 15 Minuten auf dem letzten Zacken. Ob sie es wohl gemerkt hat? Sie hält beim nächsten Brunnen an, nimmt einen Schluck Wasser direkt vom Hahn. Du auch? Fragt sie mich. Ja, äh... Ich muss in der Zwischenzeit so rot angelaufen sein, wie die herbstlichen Bäume die links und rechts des Weges stehen. Wir laufen weiter, weiter bis ins Ziel.

Auf der Heimfahrt lenke ich mein Auto bis an den Rand der Schlucht. Ich muss jetzt aussteigen. Ich setze mich an den Rand. Ich hab keine Angst mehr. Ich schliesse die Augen. Ich sage Danke. Ich sage danke diesem herrlich Tal, diesem grossartigen Werk der Schöpfung. Ich hör eine Stimme: Hast du dich heute vor mir gefürchtet? Hab keine Angst, es wird alles gut. Manchmal läuft nicht alles nach Plan, doch irgendwann, kommst auch du bei deinen grossen Träumen an.“ Gefühle kommen hoch, ich öffne die Augen. Was hast du mit mir gemacht, frage ich. Doch gleichzeitig fühle ich mich frei, richtig frei. Ein Mal im Jahr darf ich das erleben, nein, nicht nur ich. Tausend andere auch. Und das ist gut so. Ob die anderen auch mit solchen Gefühlen nach Hause fahren? Tausend verschiedene Gedanken, tausend verschiedene Träume und tausend verschiedene Eindrücke. Der Transviamala hat mich auch dieses Jahr verzaubert, ja, völlig in seinen Bann gezogen. Am Nachthimmel über mir zeigen sich Millionen von Sterne. Ein Lichterregen fällt auf mich. Halt ich das für ein Jahr wirklich so aus?

Resultate Transviamala
Männer: 1. Arnold Aemisegger (FL-Triesenberg) 1:20:40. 2. Livio Bieler (Bonaduz) 1:24. 3. Beat Ritter 1:36. 4. Michele Paonne (FL-Mauren) 2:50. 5. Armin Grob (Brunnadern) 3:29. 6. Daniel Bolt 5:03. 7. Philipp Hugentobler (Zillis) 5:16. 8. Daniel Spadin (Chur) 5:34. 9. Stefan Sulser (Davos) 7:00. 10. Iwan Schwarz 7:41.

Frauen: 1. Emma Pooley 1:33:55. 2. Kathrin Götz 2:51. 3. Fabienne Stucki (Glarus) 4:39. 4.Daniela Hartmann (Zizers) 7:06. 5. Evelyne Blumenthal (Falera) 8:07.

Transviamala curta
Männer: 1. Sandro Michael (Zillis) 54:01. 2. Gian-Luca Michael (Zillis) 1:53. 3. Thomas Horner (Stettfurt) 5:27. 4. Peter Hofer (Chur) 5:43. 5. Martin Paravicini (Bonaduz) 7:22.

Frauen: 1. Fabiana Wieser (Sent) 1:01:22. 2. Annina Hahnloser (Zürich) 5:30. 3. Elisa Bontognali (Chur) 10:14.

Komplette Ranglisten

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Arnold Aemisegger aus dem Fürstentum Liechtenstein (rechts) ist der überlegene Sieger des Transviamala 2015 - vor Livio Bieler (links) aus Bonaduz

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Siegerin bei den Frauen, Emma Pooley.

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Ja, und da wäre noch die Geschichte von Riccardo. Zustande gekommen ist sie nicht. Wir haben uns gesucht und nicht gefunden. Schade. Weder am Samstag, noch am Sonntag.

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Man(n) braucht nicht unbedingt Laufschuhe!

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Es geht auch so!

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Kommentare   

0 #2 Riccardo 2015-10-31 08:50
Herzlichen Dank für die tollen Fotos, vielleicht klappt es ein ander Mal mit der Story, evtl. am Eiger?
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0 #1 Frédéric 2015-10-27 09:23
Fielen dank für die Tollen Fotos von mir mit den Sandalen!!! Wahr ein super schöner Lauf.
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