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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Erste Gravitationswellen bilden sich nach 10 Millionen Jahren

Geschrieben von Marcel Krebs am .

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Die Bilder zeigen das Verschmelzen von zwei Galaxien in einer Simulation über etwa 15 Millionen Jahre. Die roten und blauen Punkte bezeichnen die beiden schwarzen Löcher. (Bild: Astrophysical Journal)

Kollidieren zwei Galaxien, löst die Verschmelzung der zentralen schwarzen Löcher Gravitationswellen aus, die sich wellenartig über das ganze Weltall verbreiten. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Zürich hat errechnet, dass dies etwa 10 Millionen Jahre nach der Verschmelzung der Galaxien passiert – viel schneller als bisher angenommen.

In seiner Allgemeinen Relativitätstheorie hatte Albert Einstein vor hundert Jahren die Gravitationswellen vorhergesagt, dieses Jahr wurden sie erstmals direkt nachgewiesen: Das amerikanische Gravitationswellen-Observatorium LIGO zeichnete von der Erde aus solche Krümmungen im Weltall auf, die durch das Verschmelzen von zwei massereichen schwarzen Löchern entstanden waren. Und die Erforschung der Gravitationswellen – und damit auch des Ursprungs des Universums – geht weiter: Ab 2034 sollen unter Leitung der Europäischen Weltraumorganisation ESA drei Satelliten ins All geschossen werden, um vom Weltall aus mit der Evolved Laser Interferometer Space Antenna (eLISA) Gravitationswellen in noch tieferen Frequenzbereichen messen zu können.

Bislang konnte jedoch nicht schlüssig vorausgesagt werden, zu welchem Zeitpunkt beim Verschmelzen von Galaxien Graviationswellen ausgelöst werden und sich über den gesamten Weltraum verbreiten. Zum ersten Mal hat dies nun ein internationales Team von Astrophysikern der Universität Zürich, dem Institute of Space
Technology Islamabad, der Universität Heidelberg und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften anhand einer umfangreichen Simulation berechnet.

Viel schneller als bisher angenommen
Jede Galaxie besitzt in ihrem Zentrum ein supermassives schwarzes Loch, das eine Masse von Millionen oder gar Milliarden Sonnen aufweisen kann. In einer realistischen Nachbildung des Universums wurde das Verschmelzen zweier, etwa 3 Milliarden Jahre junger Galaxien simuliert, die relativ eng beieinander lagen. Mithilfe von Supercomputern berechneten die Forschenden die Zeit, die die zwei zentralen schwarzen Löcher mit etwa 100 Millionen Sonnenmassen brauchen, um nach der Kollision der Galaxien starke Gravitationswellen auszusenden.

«Das Ergebnis ist überraschend: Das Verschmelzen der beiden schwarzen Löcher löste bereits nach etwa 10 Millionen Jahren die ersten Gravitationswellen aus – etwa 100 mal schneller als bisher angenommen», erklärt Lucio Mayer, vom Institut für Computerwissenschaft der Universität Zürich.

Supercomputer rechnete ein Jahr lang
Die über ein Jahr andauernden Computersimulationen wurden in China, Zürich und Heidelberg durchgeführt. Das Projekt erforderte einen innovativen Berechnungsansatz mit verschiedenen numerischen Codes auf unterschiedlichen Supercomputern. Jedem Supercomputer oblag dabei die Berechnung einer bestimmten Phase der orbitalen Annäherung der beiden massereichen schwarzen Löcher und ihrer Muttergalaxien.

Gegenüber bisherigen Modellen wurde in der vorliegenden Simulation die Beziehung zwischen den Umlaufbahnen der zentralen schwarzen Löcher und der Art der Muttergalaxien berücksichtigt. «Unsere Berechnungen erlauben daher eine robuste Prognose für die Verschmelzungsrate von supermassiven schwarzen Löchern in der Frühzeit des Universums. Sie können dazu beitragen, die Gravitationswellen, die eLISA in naher Zukunft wohl finden wird, besser einschätzen zu können», erklärt Lucio Mayer, vom Institut für Computerwissenschaft der Universität Zürich.

Literatur:
Fazeel Mahmood Khan, Davide Fiacconi, Lucio Mayer, Peter Berczik und Andreas Just. Swift Coalescence of Supermassive Black Holes in Cosmological Mergers of Massive Galaxies. Astrophysical Journal, 2. September 2016. arXiv:1604.00015

LISA-Sympisium vom 5. bis 9. September an der UZH
Die Universität Zürich organisiert zusammen mit der ETH vom 5. bis 9. September das 11. Internationale LISA-Symposium. Auf dem Campus Irchel treffen sich die «Who is Who» der Gravitationswellen-Astrophysik, ranghohe Experten der europäischen und amerikanischen Raumfahrtbehörden sowie Spezialisten der Raumfahrtmission LISA. Sie berichten über die vorliegenden ausführlichen Tests der Technologie der LISA Pathfinder-Mission, die bisher alle Erwartungen bei weitem übertroffen haben. Und sie geben einen Ausblick auf das künftige Gravitationswellen-Observatorium eLISA, das voraussichtlich 2034 starten soll. Drei Satelliten, deren Abstand jeweils 1 Million Kilometer beträgt, werden dann auf eine Sonnenumlaufbahn gebracht, um Gravitationswellen in einem sehr tiefen Frequenzbereich mithilfe von Laserstrahlen aufzuspüren. Event und Programm

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