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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Schweizer kaufen aus Überzeugung mehr Fair-Trade-Produkte als Deutsche

Geschrieben von Prof. Jörg Rössel Soziologisches Institut Universität Zürich am .

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Schweizer sind überzeugte Käufer von Fair-Trade-Produkten. (Bild: ©Thinglass / istock)


Schweizerinnen und Schweizer kaufen häufiger Fair-Trade-Produkte als Deutsche. Die Gründe dafür liefert eine neue Studie des Soziologischen Instituts der Universität Zürich: Schweizer sind von fair gehandelten Produkten moralisch stärker überzeugt als Deutsche, ausserdem ist hierzulande das Verkaufsangebot grösser. Hingegen spielt die unterschiedliche Kaufkraft zwischen Schweizern und Deutschen keine Rolle.

Die Schweiz gehört weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Konsum von Fair-Trade-Produkten. Der Verbrauch von Produkten, bei denen den Käufern garantiert wird, dass Produzenten und Arbeiter faire Preise bzw. Löhne erhalten, unterscheidet sich aber markant zwischen den Gesellschaften. Unsere deutschen Nachbarn geben dafür vergleichsweise wenig aus. Dies ist erstaunlich, denn Deutschland unterscheidet sich von uns nicht stark in seiner wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Die Gründe für diesen länderspezifischen Unterschied haben Soziologen der Universität Zürich gemeinsam mit dem Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt erhoben. Sie befragten dazu rund 3'900 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich und der Stadt Köln und analysierten in diesen Städten die Kaufgelegenheiten für Fair-Trade-Produkte.

Gelegenheit und Moral sind entscheidend
Die Datenauswertung zeigt: Einkommensunterschiede sind nicht bedeutsam für das höhere Konsumniveau in der Schweiz ­–­ obwohl die Schweizer Befragten im Durchschnitt über eine höhere Kaufkraft verfügen als Deutsche. Hingegen erhöht die bessere Verfügbarkeit fair gehandelter Produkte in den Läden der Stadt Zürich den Konsum. Und: Ausschlaggebend ist vor allem die in der Schweiz stärker ausgeprägte moralische Verpflichtung zum Kauf von Fair-Trade-Produkten: «Es sind primär Differenzen in den Überzeugungen und der Marktstruktur, die für das höhere Konsumniveau verantwortlich sind. Unterschiede in der Kaufkraft scheinen keine Rolle zu spielen», sagt Jörg Rössel, Professor für Soziologie an der Universität Zürich.

Verhalten der Deutschen in der Schweiz gleicht sich an
Die Studienautoren haben jedoch nicht nur Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland, sondern auch zwischen Schweizern und Deutschen, die in Zürich leben, untersucht. Zwar finden sich Differenzen zwischen Schweizern und Deutschen, die erst seit kurzem in Zürich ansässig sind, doch verschwinden diese mit zunehmender Aufenthaltsdauer. «Der geteilte soziale Kontext scheint über die Zeit hinweg dazu zu führen, dass sich die Überzeugungen der Personen angleichen. In der Folge ist auch der Konsum von fair gehandelten Produkten identisch», interpretiert Patrick Schenk, Assistent am Soziologischen Institut der Universität Zürich, diesen Befund.

Dass die Erhebungen in zwei urbanen Zentren stattfanden, sollte laut Autoren die Verlässlichkeit der Resultate nicht beeinträchtigen. Im Gegenteil: Die Wahl zweier Stadtgebiete stärkt die Vergleichbarkeit der Untersuchungspopulationen. Für Georg Sunderer vom Institut für sozial-ökologische Forschung demonstrieren die Befunde «die Wichtigkeit des Zusammenspiels von sozialem Kontext und individuellen Überzeugungen, wenn es um die Erklärung der Länderunterschiede beim Konsum fair gehandelter Produkte geht.»

Literatur:
Schenk, Patrick, Georg Sunderer, und Jörg Rössel. 2016. Sind Deutschschweizer altruistischer als Deutsche? Ein Vergleich des Konsums fair gehandelter Produkte in Deutschland und der Schweiz. Berliner Journal für Soziologie:1–26. October 18, 2016. doi:10.1007/s11609-016-0312-4

Erhebung
Die Grundlage für die empirische Überprüfung ist eine in den Jahren 2009 (Köln) und 2011 (Zürich) durchgeführte standardisierte, postalische Befragung. Bei den Teilnehmern handelt es sich um Personen aus einer Zufallsstichprobe der Einwohner Kölns und Zürichs, wobei in Köln nur Personen mit deutscher und in Zürich Personen mit Schweizer und deutscher Staatsbürgerschaft befragt wurden. Rund 37, respektive 42 Prozent der angeschriebenen Personen haben die Umfrage beantwortet. Zeitgleich wurde in den Untersuchungsgebieten das Angebot an fair gehandelten Produkten in detaillierter Weise erhoben. Dies resultierte in Daten zu 351 Geschäften in Köln und 299 Geschäften in Zürich.

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