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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

EINE INSEL - Eine Insel

Geschrieben von Marcel Krebs am .

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Ankunft: 13.33. Es ist trüb. Temperatur 9°C. Angenehm warm. Überhaupt, der diesjährige Februar schlägt alles.

EINE INSEL

Kein Schnee, mir tut das nicht weh. Lieber im trockenen spazieren, als zu Hause in den eigenen vier Wänden hocken, Trübsal blasen, Heftli durchblättern, nichts tun. Klar, die Fahrt hierher war 1 Stunde. Ich denke es lohnt sich, auch wenn es mitten im Alltag ist, Dienstag. Hätte aber genauso gut Donnerstag sein können. Es stimmt hier. Eine Insel, Opa eine Insel. Hat es auch Pferde? Das ist die Insel Mainau. Mein Kind.

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Da ein Schloss! Schade, ich werde nicht empfangen. Wusste ja auch niemand, dass ich komme. Einmal um das Schloss und hinten in den Palmengarten. Sind die gross und hoch. Heute hat es nicht viele Besucher, wieso auch, es ist mitten im Winter. Wer geht schon auf eine Insel. Ich schau auf das Schwäbische Meer hinaus. Ein Schiff! Es wird nicht hierherkommen.

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Sind wir in der Südsee, Opa? Nein im Schmetterlingshaus. Es ist warm hier. Feucht Puuh! Da schwitzt man ja. In den Karibikferien war das genau auch so, Opilein. Eine Orchidee, welch Idee, dass es hier solch schöne Blumen hat. Ich zieh die Jacke aus, Die Linse meiner Kamera ist beschlagen, bin ich ein Esel, hätte es wissen müssen. Wie heisst es im Fotokurs: Kommst du von der Kälte, dann warte zuerst im Warmen einige Minuten, bis du ins noch Wärmere gehst und vor allem in das feuchte Häuschen mit den Schmetterlingen.

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Da, ein Schmetterling. Einen, zwei ja Hunderte solcher wunderschönen Geschöpfe. Wohnen die hier? Kinder rennen umher, solche ohne Manieren. Doch es hat auch solche, die staunen und schauen und fragen und einige stehen wie angwurzelt mit weit offenen Augen vor den südländischen Schönheiten. Es ist feucht hier drinn. Habe ich das schon gesagt? Sehr feucht.

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Ist das der Glückswasserfall? Ich verweile. Was würde ich mir wünschen? Viel Geld, nicht mehr arbeiten, am Strand liegen und die Beine in die Höhe strecken, ein neues Auto, ein neues Haus, eine Villa oder ein Schloss wie dieses hier, oder gar eine Insel? Opa geht es dir nicht gut? Ich schrecke auf, oh, äh, ist schön hier, geniesse es. Wenn es nur nicht so feucht hier drinnen wäre. Ich wische die Linse zum hundertsten Mal ab. Beschlagen ist beschlagen. Ein Mal beschlagen ist immer beschlagen. So einfach ist das. Wieviele runden habe ich jetzt schon gedreht, wie viele Fötelis geschossen? Ich weiss es nicht.

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Opa, wie lange sind wir schon hier? Bleiben wir noch? Es ist feucht, ich bin auf der Jagd. Ja auf der Jagd, der Jagd nach Motiven der vielen Schmetterlinge. Opa, sind ja immer die gleichen. Die grossen sieht man halt besser, du musst in die Büsche schauen, Kind. Schau Opa, hier ein wunderschöner. Nicht so wild, jetzt hast du ihn fortgejagt. Kein Föteli von diesem einmaligen Exemplar. Ich habe Hunger, gehen wir was essen, Opilein? Ja, gehen wir.

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Was essen wir, ist das schön hier, wie im Puppenhaus! Bestell, was du willst. Ist die Insel alt? Weiss ich nicht. Ist die Insel gross? Nein! Wo gehen wir nachher hin? Wollen wir noch einmal ins Schmetterlingshaus? Hat's nur das? Im Moment ist halt ausserhalb der Saison, da sind noch nicht viele Blumen zu sehen. Schmetterlingshaus.

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Ich setz mich hin, schau sie an, sie mich, ich sie. Was für ein wunderschönes Tier. Eine Schildkröte. Die kann sich verkriechen, wenn sie Ärger hat, in Sekundenschnelle. Ich nicht. Ich schau sie an, sie mich. Gerne würde ich fragen, wie heisst du?

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Opa, lebst du deinen Traum? Welchen? Es heisst doch, lebe deinen Traum. Wie ist das gemeint, jeden Tag einen anderen? Wenn man im Leben erfolgreich sein will, so sollte man seine schönsten Vorstellung vom Glück leben. So ist das. Ja, ich lebe meinen Traum. Träumst du viel, Opa? Wir sind jetzt drei Stunden hier, ich denke es genügt. Ich bin erholt, der Stress ist weit weg. Wir sind spaziert, haben gegessen, geschaut und auch Hundi ist spaziert, Wetter war gut, genug.

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Ich bin müde. War anstrengend. Eine Insel und wenn sie noch so klein ist, man macht Kilometer. Macht so vieles Schauen müde, Opilein? Ja, ich denke schon, ich bin müde - hundemüde. Sämi ist aber nicht müde, wieso bist du dann hundemüde? Das sagt man einfach so. Wir gehen Richtung Ausgang, zuerst aber noch einen Abstecher zu den Tieren. Wieso läuft die Eisenbahn nicht? Wenn keine Leute da sind, ist auch kein Zug da. War interessant heute. Ich habe durst, schon wieder?

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16.25. Geschafft! Ich bin geschafft. Es war schön. Wie alt ist dieser Baum? 136 Jahre. Wie alt bist du Opa? Was soll die Frage? Eine Insel, ja eine Insel. Jetzt noch zum Einkaufen und dann nach Hause. Ein langer Tag, ein schöner Tag. Jetzt sind wir noch in den verfluchten Feierabendverkehr geraten. Fahr, halt, ja was ist denn los? Eine Insel, was für eine Insel.

Text und Fotos

Marcel Krebs für Sport-heute.ch

 

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