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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Borstenhörnchen verstecken Nahrung nach der Sonne

Geschrieben von Dr. Jamie Samson Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften Universität Zürich am .

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Ein Kap-Borstenhörnchen versteckt Futter in einem Loch. (Bild: Brittany Sumner, Kalahari Research Centre)

Borstenhörnchen verwenden beim Verstecken ihrer Nahrung Informationen zum Sonnenstand. Diese benutzen sie später erneut, um ihr Futterdepot wieder zu finden. Die Position der Sonne dient den im südlichen Afrika lebenden Tieren als Referenzpunkt, um sich grob zu orientieren und die Richtung, in die sie sich bewegen, zu justieren. Die von Forschenden der Universität Zürich publizierte Studie liefert neue Erkenntnisse zur alten Frage, wie sich Tiere in ihrer Umgebung orientieren.

Jamie Samson und Marta Manser vom Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften der UZH untersuchten Kolonien von Kap-Borstenhörnchen (Xerus inauris) in freier Wildbahn im Kalahari Research Centre in Südafrika. Die tagaktiven Nagetiere lagern ihre Nahrungsreserven kurzfristig an mehreren Verstecken. Da ihr Lebensraum sehr trocken und vegetationsarm ist, sind Orientierungspunkte in der Umgebung wie Bäume oder Sträucher nur spärlich vorhanden. Wie sich die sozialen Nager orientieren, um ihre temporären Futterverstecke später wiederzufinden, haben die UZH-Wissenschaftler nun herausgefunden. «Wahrscheinlich nutzen die Kap-Borstenhörnchen die Position der Sonne als wichtigsten Referenzpunkt, um ihre Bewegungsrichtung grob zu justieren», erläutert Samson.

Position der Sonne als Faustregel zur Orientierung
Die Verhaltensbiologen versorgten die Borstenhörnchen mit Futter, das die Tiere anschliessend versteckten. Die Richtung, in der sich die Nager mit ihrer Beute davonmachten, hielten sie mit GPS-Punkten fest. Auffallend dabei war, dass sich die Tiere jeweils entlang einer nahezu geraden Linie entweder zur Sonne hin oder von der Sonne weg bewegten, um ein geeignetes Versteck zu finden. Der horizontale Winkel ihrer Bewegungsrichtung wich jeweils leicht von der Richtung ab, in der die Sonne stand. «Aufgrund dieses Bewegungsmusters vermuten wir», interpretiert Samson, «dass Kap-Borstenhörnchen die Sonnenposition zu einem bestimmten Tageszeitpunkt als eine Art Faustregel nutzen, um sich auf der Suche nach einem Futterversteck zu orientieren».

Als nächstes wollten die Forscher wissen, ob die Borstenhörnchen die Sonnenposition auch nutzten, um ihr Futterdepot wiederzufinden. Dazu notierten sie, zu welcher Zeit die Tiere das Futter versteckten, und ermittelten mit Hilfe von Kameras in der Nähe des Verstecks, wann genau sie dieses wieder holen gingen. Auch hier zeigte sich ein Muster: Meistens sammelten die Borstenhörnchen ihr Futter fast genau 24 Stunden später wieder ein – zu einem Zeitpunkt also, an dem die Sonne an praktisch derselben Position am Himmel stand wie am Vortag.

Teilweise flexible Orientierung je nach Grösse der Gruppe
Die Wissenschaftler beobachteten zudem, dass die Borstenhörnchen manchmal auch vor Ablauf des 24-stündigen Zeitintervalls ihr Futter zurückholten. Und zwar dann, wenn die Sonne in demselben horizontalen Winkel spiegelbildlich zur 24-Stunden-Position stand. Gemäss Jamie Samson verfügen die Nagetiere somit über zwei mögliche Zeitpunkte, ein am Vortag gewähltes Futterversteck wiederzufinden: «Die Borstenhörnchen scheinen über eine gewisse Flexibilität zu verfügen, zu welcher Zeit sie ihr Futter zurückholen. Vor Ablauf der 24-Stundenfrist passiert dies meist, wenn zu diesem Zeitpunkt mehr Individuen in der Gruppe sind, um zu verhindern, dass die Nahrung von Konkurrenten gestohlen wird.»

Dass Tiere wie Honigbienen oder Brieftauben die Sonne zur Orientierung nutzen, ist seit längerem bekannt. Bisher ging man davon aus, dass dies entweder zeitabhängig erfolgt, d.h. mit einer spezifischen Positionsinformation, oder dass sie über eine Art Kompass verfügen, mit dem sie Verschiebungen der Sonnenposition kompensieren. Die UZH-Wissenschaftler haben mit ihrer Arbeit ein Zwischensystem gefunden: Die Kap-Borstenhörnchen orientieren sich an der Sonne in einer flexiblen, zeitlich begrenzten Weise.

Literatur:
Jamie Samson and Marta B. Manser Use of the sun as a heading indicator when caching and recovering in a wild rodent. Scientific Reports. September 1, 2016. doi: 10.1038/srep32570

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Kap-Borstenhörnchen leben in Gruppen. (Bild: Brittany Sumner, Kalahari Research Centre)

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Der Lebensraum von Kap-Borstenhörnchen ist sehr trocken und vegetationsarm. (Bild: Jamie Samson, UZH)

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