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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Von den Tropen ins Wohnzimmer

Geschrieben von Peter Enz, Gartenleiter Institut für Evolutionäre und Systematische Botanik und Botanischer Garten Universität Zürich am .

1 Farben und Farbenvielfalt Gessnergewaechse

Formen- und Farbenvielfalt einiger Gesneriengewächse (Bild: Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève)

 Orchidee, Begonie, Ficus oder Saintpaulia sind ursprünglich tropische Pflanzen, die unser Wohnzimmer erobert haben. Der Botanische Garten der Universität Zürich beleuchtet in der Ausstellung «Von den Tropen in die Stube – Vielfalt der Gesneriengewächse» eine dieser tropischen Pflanzenfamilien, deren Name den Zürcher Naturforscher Conrad Gessner ehrt. Besucherinnen und Besucher können noch bis zum 2. Oktober mehr über den Ursprung und die Kultivierung dieser ausserordentlich vielfältigen tropischen Pflanzenfamilie erfahren.

3 Kohleria affinis andreas Kay

Die in Ecuador epiphytisch wachsende Kohleria affinis. (Bild: Andreas Kay)

2 Asteranthera ovata Jason Hollinger Wikimedia Commons

Asteranthera ovata: Wächst in Chile als Eqiphyte an Baumstämmen. (Bild: Jason Hollinger / Wikimedia Commons)

Die heimische Stube gewährt uns nicht selten Einblick in die Biodiversität der Tropen. Denn tropische Zimmerpflanzen haben wegen ihren bemerkenswerten Formen und farbenfrohen Blüten Eingang in unsere Wohnbereiche gefunden. Die gemeinsame Ausstellung «Von den Tropen in die Stube – Vielfalt der Gesnerieengewächse» des Botanischen Gartens der Universität Zürich und dem Conservatoire de Jardin Botaniques de la Ville de Genève widmet sich den Gesneriengewächsen. Diese zeichnen sich durch vielfältige Blütenformen und -farben aus, und verschiedene unter ihnen werden als Zierpflanzen verwendet.

Die Familie der Gesneriengewächse zählt zur Ordnung der Lippenblütlerartigen. Alle Gesneriengewächse gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren vor etwa 70 Millionen Jahren zurück. Sie umfassen über 3000 Arten, die sich über alle Kontinente hinweg in den Tropen finden. Gesneriengewächse gedeihen als Epiphyten an Baumstämmen in tropischen Bergwäldern, wachsen auf Felsen oder ganz traditionell im Erdboden. Einige Arten können in Knollen oder Rhizomen Wasser speichern und damit lange Dürreperioden überstehen. Fünf Arten kommen ausserdem im Süden Europas vor, in den Pyrenäen und auf dem Balkan.

Saintpaulia: Verkaufsschlager und bedrohte Pflanze
Die europäischen Gesneriengewächse der Gattung Ramonda haben eine grosse Ähnlichkeit mit der beliebten Zimmerpflanze Saintpaulia ionantha, deren deutscher Name «Usambaraveilchen» auf ihre afrikanische Herkunft verweist: die Usambara-Berge in Tansania. Die gezüchteten Formen der ursprünglich eingeführten Art zählen heute zu den am häufigsten gehandelten Zimmerpflanzen. Sie werden von wenigen Produzenten in grossen Mengen gezüchtet. Paradoxerweise sind viele Arten der Saintpaulien an ihrem natürlichen Standort bedroht – hauptsächlich durch die Zerstörung ihrer Lebensräume aber auch durch unkontrolliertes Sammeln. «Die meisten der 11 Wildarten der Gattung Saintpaulia kommen heute nur noch in sehr kleinen Populationen in den Bergwäldern Ostafrikas vor und werden in botanischen Gärten vor dem Aussterben bewahrt», erläutert Peter Enz, Leiter des Botanischen Gartens der Universität Zürich. Die Ausstellung zeigt den Besucherinnen und Besuchern eine Auswahl dieser tansanischen Raritäten.

Auch von Fledermäusen bestäubt
Die ausserordentliche Blütenvielfalt, welche die Familie der Gesneriengewächse auszeichnet, resultiert in der Wechselbeziehung zwischen Blüte und ihren Bestäubern. Kolibris, Bienen und sogar Fledermäuse bestäuben die Gesneriengewächse. Dank ihren feinen Schnäbeln und der Fähigkeit auf der Stelle zu fliegen, sind Kolibris äusserst wirkungsvolle Bestäuber. Einige Fledermäuse ernähren sich in den tropischen Regionen Amerikas hauptsächlich von Nektar. Sie bestäuben Hunderte von Gesneriaceen-Arten, deren Blüten man an ihrer weiss-grünlichen Farbe, der weiten Öffnung und der grossen Nektarproduktion erkennt. Die Bestäubung durch Bienen stellt das ursprünglichste Bestäubungssystem der Gesneriengewächse dar.

Neben den populären Usambaraveilchen sind viele weitere Arten der Gesneriengewächse für Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner interessant. Die Gattungen Achimenes, Aeschynanthus, Columnea, Episcia, Kohleria und Streptocarpus können leicht selber kultiviert werden: mit Stecklingen aus Blättern der Sprossachse oder durch Teilen der Rhizome. Aus Samen gezogene Pflanzen blühen nach sechs bis zwölf Monaten. Wer weniger Musse hat, kann in der Ausstellung eine Auswahl an Gesneriengewächsen inklusive Pflegeanleitung kaufen.

«Von den Tropen in die Stube – Vielfalt der Gesneriengewächse»
26. Mai bis 2. Oktober 2016

Eine Ausstellung im Ramen des Jubiläums zum 500. Geburtstag des Zürcher Mediziners, Naturforschers und Universalgelehrten Conrad Gessner. Die Familie der Gesneriaceen ehrt den international anerkannten Schweizer Gelehrten Conrad Gessner. Die bemerkenswerte Vielfalt der Gesneriengewächse weist auf die Vielfalt der tropischen Lebensräume, die Vielfalt der Bestäuber, aber auch auf das universale Wissen von Conrad Gessner hin.

6 Saintpaulia

Eine beliebte Zimmerpflanze: Saintpaulia ionantha (Bild: Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève)

Broschüre zur Ausstellung

«Von den Tropen in die Stube – Vielfalt der Gesneriengewächse»

Die dreisprachige (Deutsch/Französisch/Englisch) Ausstellungsbroschüre kann vor Ort für 5 Franken gekauft werden.

Öffnungszeiten Tropenhäuser

März – September:

täglich: 9:30 – 17 Uhr

Oktober – Februar:

Mo – Fr: 9:30 – 17 Uhr, Sa – So, all. Feiertage: 9:30 – 16:45 Uhr

4 Drymonia brochidodroma

Wächst in Ecuador: Drymonia brochidodroma (Bild: Andreas Kay)

5 Neomortonia rosea

Auch die Neomortonia rosea gedeiht in Ecuador. (Bild: Andreas Kay)

7 Blick auf die Ausstellung

Blick auf die Ausstellung im Botanischen Garten der UZH (Bild: UZH)

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Kommentare   

0 #1 Billie 2018-02-05 00:13
It's available on Android along with iOS platforms.


Also visit my web-site: homescapes cheats: https://homescapestricks.bandcamp.com/album/homescapes-great-gaming-experience
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