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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Vollmondnacht

Geschrieben von Marcel Krebs am .

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Vollmondnacht 

 Zürich, 1.9.15 mk.Text und Bild. - Vollmondnächte haben es in sich. Menschen schlafen vielmals schlecht. So auch ich. Um 0330 stand ich auf und machte mich auf zur Dusche. Das erwartete heisse Wasser war heute Morgen ein lauwarmes Süppchen. Jedenfalls war ich so schnell hellwach. Während ich unter der Dusche stand fasste ich den Plan, Pedro und Hulda mitten in der Nacht zu besuchen. Nur 20 Minuten später befand ich mich mit Sämi meinem Hund auf dem Weg ins Chruzelriet. Auch wenn es dunkel war, wurden wir beide vom hellen Schein des Mondes begleitet. Unsere Schatten zeigten sich gross auf dem Kiesweg. Ruhig war es hier im Riet. Ja, fast unheimlich. War da nicht ein Schatten vor dem Gebüsch? Unser Ziel waren in dieser Vollmondnacht die beiden Jungstörche Pedro und Hulda, die immer noch am Abend ihr Babynest im Riet für die Nacht bezogen. Nix fort-Nix Afrika-Nix Flug und so. Die beiden prächtigen  Tiere schliefen friedlich auf ihrem Nest. Kein Wank, kein Muks - nichts. Etwa 1 Stunde beobachtete ich die beiden Vögel. Leise hatte ich den Verdacht, dass ebenfalls zwei Augenpaare in meine Richtung schauten. Auf beiden Seiten Stille. 

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Die Nacht war relativ kühl. So beschloss ich schnell in mein Heim zurückzukehren und Verstärkung in Form meiner Jacke zu holen. Ich wollte ja heute unbedingt beim frühen Tagesablauf von Pedro und Hulda dabei sein.  Jedenfalls hatte sich in der Zwischenzeit noch nichts auf dem Baum geändert. Die ersten Frühaufsteher fuhren in einiger Entfernung mit ihren Elektrofahrrädern im Höllentempo durchs Land. Nur die hellen Scheinwerfer suchten in der Dunkelheit den Weg durch die Nacht.

Im frühen Sommer, als es um 0500 bereits hell war, flogen die Vögel jeweils schon um Halbsechs davon. Heute blieb alles still. So um sechs bewegte sich Hulda und versuchte mit ihrem Schnabel Pedro zu Stupfen. Der reagierte aber sogleich und setzte sich einfach weiter weg, damit man ihn belästigen konnt. Um Sechs begann sich Hulda zu putzen und räckelte sich im ersten Licht des Tages. Pedor folgte fünf Minuten später. Als oben auf dem Baum sich eine Krähe hinsetzte schnellten beide Köpfe nach oben. Der Schrei der Krähe war dann für Pedro das Zeichen für den Abflug. Punkt 0610 stach er mit hoher Geschwindigkeit der Erde zu und flog im Tiefflug über die Wiesen zu seinen Futterplätzen. Hulda schaute ihm nach und folgte ihrem Bruder fünf Minuten später, ebenfalls mit einem spektakulären Sturz durch die Lüfte. Fünfhundert Meter weiter zogen sie durch das Feld mit wippendem Kopf und frassen die ersten Würmer und Mäuse, als seien sie gerade in der Hotellobby zum Frühstück.

Die Zeit die ich dieses Jahr mit der Storchenfamilie erleben durfte, ist wundervoll. Die Beobachtung der wunderschönen Tiere ist interessant. Es braucht allerdings Geduld. Inzwischen haben sich die beiden Jungtiere aber an mich gewöhnt und lassen mich ganz nah an sich herankommen. In den gut sechs Monaten sind wunderschöne Fotos entstanden. Meiner Seele hat es gut getan. Dass Pedro und Hulda nach Afrika fliegen, daran habe ich nie gedacht. Die beiden Tiere bereiten sich eher ernsthaft auf den europäischen Winter vor. Und ihnen gefällt es hier. Gespannt bin ich, wie lange sie noch im Chruzelriet bleiben. Meistens treffen sich die Störche im Winter alle oberhalb des Greifensees. Hier werden sie dann auch regelmässig mit Fischen versorgt, wenn die Böden gefroren sind und sie nichts mehr vorfinden, was zu fressen ist.

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Der Tag beginnt

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Pedro ist so schnell und plötzlich gestartet, dass ihm verdutzt Hulda nachschaut. 

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Fünf Minuten später hat es sich auch Hulda überlegt wegzufliegen. Der Hunger war stärker.

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Im Sturzflug zu den Futterplätzen.

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Am Frühstückstisch.

Und wie jeder Morgen beginn, so geht auch ein ereignisreicher Tag zu Ende. Nach einem Abstecher zu den vielen Storchenpaaren drei Kilometer entfernt kehren die beiden Vögel am Abend wieder in Nestnähe zurück und sonnen sich beim Abendfressen in den Wiesen.

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Die Jugend dingt hier stark durch. Das Babyhafte ist nicht zu übersehen. Doch immer mehr werden aus den Jungtieren erwachsene Störche.

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Hulda startet.

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.....Und fliegt!

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Was da Hulda wieder vorjammert?

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Pedro, Lebevogel und Storch.

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Zwei stolze Vögel. 

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