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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Kohlmeisen zwitschern nach sprachähnlichen Regeln

Geschrieben von Dr. Michael Griesser Anthropologisches Institut Universität Zürich am .

Japanische Kohlmeise

Japanische Kohlmeisen kommunizieren nach syntaktischen Regeln. (Bild: UZH)

Nicht nur Menschen verbinden Wörter zu Wortgruppen und Sätzen mit spezifischer Bedeutung. Auch Japanische Kohlmeisen kommunizieren nach syntaktischen Regeln, wie Evolutionsbiologen von Tokyo, Uppsala und der Universität Zürich zeigen. Je nach dem, in welcher Reihenfolge die Singvögel ihre Rufe kombinieren, haben diese unterschiedliche Bedeutungen und führen zu entsprechenden Interaktionen.

Die Sprache erlaubt es den Menschen, mit einer begrenzten Anzahl von Lauten und Wörtern durch Kombinationen unendlich viele Bedeutungen zu schaffen. Anhand syntaktischer Regeln verbinden wir Wörter zu Wortgruppen und Sätzen und können so unterschiedlichen Dingen und Tätigkeiten eine Bedeutung zuweisen. Studien mit Primaten und Vögeln haben gezeigt, dass auch verschiedene Tierarten bedeutungslose Silben zu sinnvollen «Wörtern» verbinden. Doch die Evolution von Syntax wurde bislang als Einzigartigkeit der menschlichen Sprache angesehen.

Warnsignal und Lockruf heisst gemeinsam Feinde vertreiben
Evolutionsbiologen der Universität Zürich können gemeinsam mit Kollegen aus Japan und Schweden nun erstmals zeigen, dass auch Japanische Kohlmeisen (Parus minor) syntaktische Regeln entwickelt haben. Diese Singvogelart ist für ihr grosses Rufrepertoire bekannt. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Vögel unterschiedliche Rufe und Rufkombinationen verwenden, um in bestimmten Situationen miteinander zu interagieren. Die Kombination von Ruflauten wie etwa «ABC-Rufe» bedeuten «pass auf». Diese werden geäussert, wenn sich ein Sperber oder ein Nesträuber nähert – eine potenziell gefährliche Begegnung. «D-Rufe» hingegen heissen soviel wie «komm hierher». Die Vögel verwenden diesen Ruf, wenn sie eine neue Futterquelle entdeckt haben, oder um ihren Partner zum Nest zu rufen.

Die Kohlmeisen kombinieren diese beiden Rufvarianten, wenn sie sich beispielsweise Raubfeinden nähern und gemeinsam versuchen, diese zu vertreiben. Wird den Vögeln ab Tonaufnahme ein «ABC-D-Ruf» vorgespielt, werden sie in Alarmbereitschaft versetzt und rücken zusammen. Werden die Rufe jedoch in umgekehrter Reihenfolge «D-ABC» abgespielt, reagieren die japanischen Singvögel nicht.

Neue Bedeutungen dank der Kombination von limitiertem Vokabular
Die Forscher schliessen daraus, dass Syntax keine Besonderheit der menschlichen Sprache ist, sondern sich auch in der Vogelwelt unabhängig entwickelt hat. «Die Resultate ermöglichen uns, besser zu verstehen, welche Faktoren die Evolution von Syntax fördern. Indem die Kohlmeisen verschiedene Rufe kombinieren, können sie mit einem limitierten Vokabular neue Bedeutungen generieren. Das erlaubt ihnen, spezifische Verhaltensreaktionen auszulösen und damit vielfältige soziale Interaktionen zu koordinieren», betont Dr. Michael Griesser von Anthropologischen Institut der Universität Zürich. Und diese Faktoren könnten, vermutet er, auch zur Evolution von unserer eigenen Sprache beigetragen haben.

Literatur:
Toshitaka N. Suzuki, David Wheatcroft, Michael Griesser. Experimental evidence for compositional syntax in bird calls. Nature Communications. March 8, 2016. doi: 10.1038/ncomms10986

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