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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Das Kunstmuseum Bern und die Credit Suisse zeichnen junge Videokunst aus

Geschrieben von Kunstmuseum Bern am .

Stine Eriksen

Stine Eriksen Preisträgerin

Das Kunstmuseum Bern und die Credit Suisse zeichnen junge Videokunst aus

 2012 wurde der Credit Suisse Förderpreis Videokunst zum ersten Mal an den nationalen Fachhochschulen ausgeschrieben. Waren es damals noch 32, so reichten bei der diesjährigen, fünften Ausschreibung 74 Personen ihre Bewerbungen ein. Die Jury entschied sich einstimmig für das Video der Künstlerin Stine Eriksen. Ihre Videoarbeit «Choreography # 2» überzeugte durch das stimmige Zusammenspiel von virtuoser Kameraführung und präzis gesetzter Bildund Sprachebene.


Der Credit Suisse Förderpreis Videokunst ging 2012 aus der langjährigen Partnerschaft zwischen dem Kunstmuseum Bern und der Credit Suisse hervor und soll die Karriere von jungen Videokunstschaffenden beflügeln. Aus Anlass des fünfjährigen Bestehens hat die Credit Suisse das Preisgeld von CHF 8’000 auf CHF 10’000 erhöht. Der zudem mit einem Platz in der Sammlung des Kunstmuseums Bern dotierte Preis richtet sich an Studierende an Schweizer Fachhochschulen sowie der F+F-Schule in Zürich, die mit dem Medium Video arbeiten. Der Wettbewerb stösst auf wachsendes Interesse und verzeichnete in seiner fünften Auflage eine weitere Zunahme auf insgesamt 74 teilnehmende Studentinnen und Studenten. Einstimmig hat die Jury beschlossen, den Credit Suisse Förderpreis Videokunst 2016 an eine Studentin der Ecole cantonale d’art du Valais (ECAV) in Sierre zu verleihen: Stine Eriksen nahm den Preis am 25. Februar 2016 um 12 Uhr im Kunstmuseum Bern entgegen.


Unprätentiöse Reflexion von Sprache, Raum und Kommunikation
Stine Eriksens Gewinnerwerk «Choreography # 2» (2015, Full-HD-Video, Farbe, Ton, 7:06 Min.) ist ein gekonntes Zusammenspiel von virtuoser Kameraführung und einer präzisen Setzung von Bild und Sprache. In einer einzigen, siebenminütigen Kamerafahrt gleitet der Blick von scheinbar nebensächlichen Spuren des Zerfalls einer Bauruine zu zwei stumm sich gegenüber stehenden jungen Männern und schwingt sich schliesslich spiralenförmig durch den stadionartigen Rundbau in die Höhe, um wieder zu den nebensächlichen Spuren zurückzukehren. Die präzise und tänzerisch gefilmte Erkundung des Gebäudes wird begleitet durch einen lautlosen Dialog, der durch Untertitel geleistet wird. Dieser verweigert sich jeglichem narrativen Sinnzusammenhang und kann auch den beiden Figuren nicht zugeordnet werden.


Beeindruckt war die Jury von der virtuosen Raumerschliessung sowie der unprätentiösen Art und Weise, wie Sprache und Kommunikation reflektiert werden. Quantitative und qualitative Steigerung Seit der Einführung des Credit Suisse Förderpreis Videokunst konnte sowohl eine jährliche Zunahme von eingereichten Arbeiten verzeichnet werden als auch eine bemerkenswerte Steigerung der Qualität. Das
machte die Arbeit für die Jury nicht leichter und führte wie im vergangenen Jahr dazu, dass die Shortlist aus acht und nicht wie zuvor aus sechs Videos bestand. Die Werke deckten dabei eine breite Spannweite filmischen Schaffens ab: vom experimentellen Selbstporträt über das dokumentarische Videoessay bis hin zu animatorisch anmutenden Arbeiten. Bei der Auswahl der Werke legt die Jury jeweils besonderes Augenmerk auf eine eigenständige stilistische Position, einen präzisen Einsatz der filmischen Mittel, ein zeitgenössisches Thema und erzählerische bzw. darstellerische Prägnanz. Das Gewinnerwerk hat die Jury in all diesen Punkten überzeugt.

Präsentation der Gewinnerin und der Shortlist
Um Stine Eriksens «Choreography # 2» einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, wird das Video im Fenster zur Gegenwart des Kunstmuseums Bern im PROGR/Stadtgalerie vom 25. Februar bis zum 26. März 2016 präsentiert. Der Gewinnerbeitrag und die Werke der Shortlist werden am 18. März 2016 von 18.00 bis 2.00 Uhr in der Credit Suisse Geschäftsstelle am Bundesplatz 2 anlässlich der Museumsnacht Bern gezeigt.

Jury 2016
 Dr. Kathleen Bühler (Vorsitz)
Filmwissenschaftlerin, Kuratorin
Kunstmuseum Bern, Vorstandsmitglied
der Bernischen Stiftung für Fotografie,
Film und Video


 Mario Casanova
Kurator und Direktor des Centro d’Arte
Contemporanea Ticino, Bellinzona


 Simon Lamunière
Künstler und unabhängiger Kurator,
Genf


 Ursula Palla
Videokünstlerin Zürich


 Dr. André Rogger
Leiter Fachstelle Kunst und Sammlung
Credit Suisse


Stine Eriksen, geboren 1981, schafft filmische und fotografische Kunstwerke, die den von der Moderne geprägten Fortschrittsbegriff reflektieren. Eriksens Werke wurden bereits in Europa und in Südamerika ausgestellt. Zu ihren Ausstellungen zählen reTURN, Schmiede Festival (Hallein, Österreich), kuratiert von Emily Mayer; Aproximaciones a una poética del espacio (2012), kuratiert von Katerina Valdivia Bruch am Instituto Cultural in León. Ihre erste Einzelausstellung war Unbefugt/Desautorizado (2010) im Museu da Fotografia (Curitiba, Brasilien), kuratiert von Peer Golo Willi. Die gleiche Ausstellung wurde 2011 im Souterrain, dem Projektraum der Sammlung Hoffmann, gezeigt. Eriksen war eine der Finalistinnen des Repsol-Lima Photo Award (2011). Im selben Jahr wurde sie von Katerina Valdivia Bruch zur Teilnahme an der Gesprächsrunde Remapping Words im General Public (Berlin) eingeladen, wo Choreography # 1 gezeigt wurde.


Videoarbeit
Choreography # 2, 2015
Full-HD-Video, Farbe, Ton, 7’06’’


Statement der Künstlerin:
Choreography # 2 ist der zweite Teil einer Videotrilogie, die die Funktion von Sprache als Mechanismus zur Schaffung von Bedeutung infrage stellt. Beim langsamen Durchqueren eines verlassenen Fabrikgebäudes wird der Zuschauer in einen stummen Beckettschen Dialog einbezogen, der durch Abwesenheit, Annahmen und Konnotationen entsteht. Doch obwohl Wörter lesbar sind, bleibt der Betrachter Aussenstehender des Gesprächs. Genaugenommen findet der Dialog nur in der Vorstellung des Zuschauers statt, denn es gibt keine Belege dafür, dass die Personen miteinander kommunizieren. Durch den Einsatz von Untertiteln – ein filmisches Mittel, das gewöhnlich für Übersetzungen verwendet wird – erzeugt Stine Eriksen Spannung zwischen dem Wort und seiner Visualisierung. Die Fabrikkulisse schafft einen Bezug zur Moderne mit ihrem Versprechen von Fortschritt und Klarheit durch Sprache und Wissen als Netzwerke, die unsere Gedanken ordnen. Gleichwohl greifen diese Netzwerke auf begrenzte Kombinationsmöglichkeiten zurück, sodass es für jede Frage unweigerlich eine bereits festgelegte Antwort geben könnte. Durch die Verbindung des geschriebenen Wortes mit dieser verlassenen Umgebung inszeniert die Künstlerin den Bruch zwischen Sprache und Bedeutung. Schlussendlich konfrontiert uns die Choreography-Trilogie mit der Möglichkeit, dass Sprache als Ausdrucksmittel der Komplexität unserer Erfahrungen versagt.


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