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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Traumtänzer

Geschrieben von Marcel Krebs am .

traumtänzer bild

Es ist 04.58.

Ich bin erwacht. Sitze mit schweifenden Gedanken am Schreibtisch. Was mache ich überhaupt so früh am Morgen? Klar, ich bin mir bewusst, dass draussen in der grossen weiten Welt der Arbeitstag bereits begonnen hat. So früh? Ja! Ich bin mir auch bewusst, dass viele Menschen früh aufstehen müssen, um ihr Brot zu verdienen. Einige unter ihnen arbeiteten bereits die ganze Nacht durch. Ja, an einem Band. Pause? Ja, 45 Minuten. Wach bleiben, krampfen, schwitzen und warten, bis es Feiermorgen ist. Heisst dieser Morgen eventuell auch Feierabend? Es ist ja schliesslich Morgen. Während sich Tausende ein letztes Mal im Bett drehen, bei Ihnen jeden Moment der Wecker die gute Bettlaune verdirbt, machen sich Tausende auf den Feiermorgen bereit. Ihre Arbeit ist getan. Jetzt sollen die, die so schön geschnarcht und geschlafen haben das Schiff übernehmen. Jawohl!

Hell wird es draussen noch nicht. Im Gegenteil es ist dunkel, finster, unheimlich. Es ist ganz still. Kein Laut ist zu hören, kein Auto, kein Schrei, nein wirklich nichts. Bin ich überhaupt da? Berechtigte Frage. Wieso muss ich überhaupt so früh aufstehen? Ich muss keine Schicht ablösen, keinen Grossraumbürostuhl besetzen, keinen Automaten um dem einen Kaffee bitten, ihn mit Münz bedienen. Ich bediene meine Kaffeemaschine, meine eigene. Sinnnlose Gedanken schiessen mir durch den Kopf. Bin ich heute überhaupt fähig, mich der Welt zu stellen?

Habe ich gestern alles richtig gemacht? Habe ich niemanden gekränkt? Habe ich einige gelobt? Oder bin ich wie ein Besen durch den gestrigen Tag gefegt? Absurd, was denke ich für einen Mist. Das kommt halt davon, wenn man so früh aufsteht. Da kommen solche Gedanken auf. Wie machen es denn die, die jeden Morgen so früh aufstehen, auf den Zug rennen, schnaufen, hächeln und glücklich sind, vielleicht auch fluchen, dass sie ihren Fünfuhrzug noch erreicht haben?

Wieso sind die Menschen am Morgen so verschlossen, so mürrisch, so unausstehlich? Wieso gehen viele unter uns mit einem unguten Gefühl zur Arbeit, obwohl sie wissen, ich brauche das Geld, das ich durch meine Arbeit verdiene. Warum geben wir uns bereits in den ersten Stunden auf den Keks? Wieso schreit der Chef so herum? Wieso bin ich immer an allem Schuld? Die Lösung liegt auf der Hand. Bevor man zur Arbeit geht, lässt man all die Gedanken vom Vergangenen durch den Kopf ziehen. Es gehört sich einfach so. Dazu kommt, ich muss, ich darf nicht, ich soll, doch ich kann nicht. Mir stinkst!!

Mir stinkst? Gehen Sie auch mit diesen Gedanken bereit am Morgen zur Arbeit? Ja ich weiss! In meiner Zeit durfte man noch Probleme haben, heute nicht mehr. Man unterdrückt sie, man steckt sie hinter dicke Mauern. Man ist dabei unzufrieden, das gehört aber dazu, man will ja schlussendlich überleben. Man flucht, man tritt gegen die eigene Arbeit, gegen die Firma, den Chef. Bei all den furchtbaren Gedanken, die den Tag bereits vor seinem Beginn zerstört haben, erinnere ich mich an ein kleines, wunderbares Büchlein. Die wohl berühmteste Kommunikationstrainerin Virginia Satir hat darin geschrieben:

Meine persönlichen Ziele

Ich möchte dich lieben, ohne mich anzuklammern,

Dich schätzen, ohne Dich zu bewerten;

Mit Dir zusammen sein,

ohne Deine Grenzen zu verletzen;

Dich einladen, ohne von Dir zu fordern;

Dich verlassen, ohne Schuldgefühle zu bekommen;

Dich kritisieren, ohne Dich anzuklagen;

Dir helfen, ohne Dich zu beleidigen.

Wenn ich das Gleiche auch von Dir bekommen kann,

dann können wir uns wirklich begegnen

und uns gegenseitig bereichern.

(Mein Weg zu Dir, Virginia Satir)

Alles, was ich doch tue, gehört zu mir, ist von mir, es gehört niemandem anders. Ich bin so wie ich bin. Da ändert auch ein ständiges Nörgeln des Chefs, der Freunde und Bekannten oder von sonst jemandem nichts. Wenn ich heute früh in den Zug sitze, so bin ich - ich. Wenn ich zur Arbeit gehe, so bin ich - ich. Wenn ich mich in das Grossraumbüro begebe, so bin ich - ich. Wenn ich an der Maschine stehe, so bin ich - ich.

Ich bin ich und Du bist Du!

Die Meisten wissen das nicht. Die Leute im Zug sitzen verkrampft in ihren Sitzen. Die einen stehen, die anderen sitzen. Die einen reden, die anderen schweigen. Es ist so, als gehen sie alle an ein furchtbares Ort. Müssten an dieses Ort gehen.

Einer sitzt im Zug und lächelt vor sich hin,

ein ausserirdischer, wo will der hin?

ein Verrückter, der lacht am Morgen?

Einer, der hat keine Sorgen?

Es gibt ihn doch, den Glücklichen vom Land,

aus der Stadt oder von irgendwo,

Wieso darf der lachen und ich mach das nicht so?

 

Marcel Krebs

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare   

0 #1 Smitha341 2014-06-01 15:26
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