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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

Stöckli Bike mit gescheiteter Marketing- und Rennphilosophie

Geschrieben von Marcel Krebs am .

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Aus für Jolanda Neff bei Stöckli Bild SPH Jürgen Gruenwidl

 STÖCKLI AUS MIT GESCHEITETER RENN- UND MARKETINGPHILOSOPHIE

Zürich, 2.10.16 mk. - Wenig überraschend kam am Freitag für Insider das Aus der Bikemarke Stöckli nach vier Jahren Profirennsport. Das Ende mit ihrem Juwel, zeichnete sich aber bereits zu Beginn der diesjährigen Saison ab. Man wollte aus dem wohl grössten internationalen und schweizerischen Radsporttalent im Frauenradrennsport Jolanda Neff, eine zweite Tina Maze machen. Man wollte mit Neff sozusagen die Radsportwelt erobern, eine zweite Maze zur Rad erfinden, dieses Vorhaben ist gescheitert. Mit Maze machte man im Skirennsport das grosse Geschäft. Hatte dabei auch viel Glück. Dass sich das genau gleiche Muster das komplett auf eine Persönlichkeit zugeschnitten ist, nicht auf eine andere Person übertragen lässt, dies hätten eigentlich die Marketingverantwortlichen und PR Leute von Stöckli wissen müssen. Man ist sozusagen den eigenen Marketingstrategien auf den Leim gekrochen. Dieser kapitale Fehler hat einer hoffnungsvollen und erfolgreichen Athletin jetzt vorübergehend den Schnauf gekostet. Die Resultate der jungen Schweizerin wurden nach einer phänomenalen Saison 2014 bei Giant, einer guten 2015, in diesem Jahr bei Stöckli immer schlechter. Jolanda Neff wurde regelrecht "verheizt" wie man im Fachjorgan der Gümmeler sagt.

Eine müde Pressemitteilung und eine katastrophale Saisonplanung

Die wässrige Pressemitteilung, die Stöckli am Freitag verschickte, zeigt die Ratlosigkeit des Managements. "Man habe sich überlegen müssen, ob ein solches Engagement wie man es im Profisport in solchem Ausmass für die Vermarktung der Stöcklibikes betreibe, überhaupt nötig sei. Man wolle sich mit der neuen Strategie, jetzt vermehrt dem Schweizer Markt widmen."

Das ein Engagement im Profisport Millionen verschlingt, das wusste man auch bei Stöckli. Das die Rechnung mit einem solchen Grossengagement im Profirennsport nie aufgeht, ist logisch. Solche Projekte im Profisport sind reine Gönnerprojekte. Als Beispiel kann man da Andy Rihs mit seinem BMC Team nehmen, das aus eigenem Geldsäckel finanziert wird und das jährlich mit 14 Mio. zu Buche steht. Bezahlt von Andy Rihs. Oder das Beispiel von Michel Thétaz, dem IAM Cycling Team im Strassenrennsport. IAM hört ende Saison auf. 50 Mio hat Thétaz bis jetzt in den fünf Jahren aus eigener Tasche investiert, ohne einen einzigen Franken zu verdienen. So blauäugig kann man nicht sein, dass man bei Stöckli plötzlich von neuen Überlegungen sprechen muss.

Glauben macht seelig 

Glaubte man anfangs Saison und auch schon früher, das gleiche Märchen wie mit der Skirennfahrerin Tina Maze, würde sich mit Jolande Neff wiederholen? Hat man das wirklich gedacht? Das wäre mehr als naiv gewesen. Man hat ebenfalls auf und mit Olympia spekuliert. Mit nicht weniger als mindestens einer Goldmedaille. Spekulationen sind schlecht. Dem Team hat es an vielem gefehlt. Glücklich war Jolanda Neff ganz sicher nie bei Stöckli. Die Zeiten, wo sie 2014 bei Giant mit dem U-23 Weltmeistertitel und dem Gesamtweltcupsieg restlos glücklich war, waren auf einen Schlag aprupt vorbei. Renntechnisch hat man sich im Stöckliteam Anfängerhaft verhalten. Man hat die Neff auf Cyclo Crossstrecken und an Strassenrennen geschickt und, das kannte sie ja schon, ihr den gesamten Mountainbike Rennkalender dazu aufgehalst. Arme Jolanda müsste man sagen. Die Verantwortlichen bei Stöckli kannten da keine Gnade. Jolanda Neff hat immer gesagt, wenn ich mich in einem Team wohlfühle dann kommen automatisch die Resultate, dieses Jahr kamen sie nicht.  Man hat das Juwel Jolanda Neff nicht weiter geschliffen sondern hilflos und ratlos liegengelassen. 

Keine Medaille und das Aus bei Stöckli

Das Aus kam kurz nach Olympia. An Olympia ist die junge Rheintalerin für das Erste gescheitert, für ihre weitere Karriere ist es trotzdem riesiges Glück. Sie darf jetzt weiterhin die Jolanda sein, die sie eigentlich ist, bescheiden, grosszügig, lieb, anständig und eine aussergewöhnliche, famose Sportlerin. Sie wird den oder die finden, die ihr die Möglichkeiten geben, sich weiter zu entwickeln. 

Das wirkliche Märchen Jolanda Neff beginnt erst jetzt!

 Die Geschichte zeigt einmal mehr, dass sich Märchen im gleichen Masse (Maze) kaum wiederholen lassen und wenn noch so viel Geld für den Erfolg dafür aufgewendet wird. Ein Juwel aufzubauen, zu führen und weiter zu entwickeln braucht Gedud, Herz und Verstand und da hat es anscheinend an einigem gefehlt.

Das wirkliche Märchen Jolanda Neff beginnt erst jetzt!

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 Foto SPH Jürgen Gruenwidl

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