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Liebe Leser
Sport-heute.ch schliesst seine Tore. Nach 11 Jahren möchte ich andere Projekte verwirklichen, auf Reisen gehen und das Leben endlich in vollen Zügen geniessen. Es waren 11 wundervolle Jahre mit Ihnen. Sport-heute.ch bleibt mindestens die nächsten Jahre als Bilderbuch noch bestehen. Doch jeder Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nun ist es endgültig. Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Zeit. Ich danke Ihnen für die Lesertreue und Ihre ehrliche Begeisterung mit grosser Dankbarkeit. Danke, dass ich Sie 11 Jahre verwöhnen durfte.

Tschau und auf Wiedersehen.

Ihr
Marcel Krebs

Wer weiterhin mit mir und Sämi in Kontakt bleiben will, kann dies über meinen persönlichen Blog.
www.marcelkrebs.ch.

Dear Users
Sport-heute.ch closes its gates. After 11 years I would like to realize other projects, go on journeys and finally enjoy life to the fullest. There were 11 wonderful years with you. Sport-heute.ch will continue to exist as a picture book for at least the next few years. But every farewell can also be a new beginning. Now it is final. I wish you a good time. I would like to thank the readership and your honest enthusiasm with great gratitude. Thank you for spoiling you for 11 years.

Chess and goodbye.

you
Marcel Krebs

Anyone who wants to stay in touch with me and Sämi can do so through my personal blog.
www.marcelkrebs.ch.

 

 

5. Etappe des Cape Epic 2016

Geschrieben von René Wolber am .

CE16 Stage5 2 

Sprintgerangel unter Eichen
Gesamtführende Bulls knapp geschlagen von Verfolgern – Frauen Spitz/Belomoina mit erstem Etappengewinn

 Kapstadt/Südafrika – Die Newbies haben erneut zugeschlagen: Matthias Pfrommer und Nicola Rohrbach, das Backup-Team für Centurion Vaude by Meerendal, gewannen im Sprint die 5. Etappe beim Absa Cape Epic 2016 vor den Favoriten Karl Platt und Urs Huber (Team Bulls). Der Deutsche und der Schweizer Rohrbach hatten sich erst eine Woche vor dem Rennen als Team zusammengetan, da das Hauptpaar Kaufmann/Käß durch Verletzung ausgefallen war. Nun sind die Nachzügler zu Frontmännern geworden. Sie liegen auf einem zweiten Gesamtrang nach sechs von acht Tagen beim prestigeträchtigen härtesten Mountainbike-Rennen der Welt.


Die Königsetappe des südafrikanischen Rennens führte von Wellington nach Boschendal, einem ehrwürdigen kapholländischen Weingut zu Füßen der Oliphants Mountains, der Elefantenberge. Nach einem kurzen Gerangel und einer eher unbefriedigenden Diskussion über die Gestaltung des Zielsprints zwischen Centurion und den führenden Bulls, trennten die beiden Teams nur 6/10 Sekunden an der Ziellinie. Dabei war der Schweizer Huber sogar erster über der Ziellinie, doch das Team Pfrommer/Rohrbach hatte sich vor Karl Platt geklemmt. Siegerzeit über 93 Kilometer und 2500 Höhenmeter: 4:07.04,4 Stunden. Doch kurz darauf hatte sich alles wieder entspannt. Die Gesamtführenden gratulierten den Etappensiegern herzlich, liegen sie doch im Gesamtklassement relativ beruhigende 9.43 Minuten vor den Verfolgern.

CE16 Stage5 3
Karl Platt hatte einige Schreckminuten, als die Kette ständig sprang und er fürchten musste, durch einen Defekt wertvolle Minuten zu verlieren. Doch der Pfälzer blieb ruhig und so hielten auch Kette und Schaltung bis ins Ziel. Fünf knackige Anstiege, Boneshaker-Abfahrten und wenige zügige Flachpassagen führten das Feld über holprige Jeep-Wege, Singletracks, staubige Farmstraßen, Flußbetten und festgebackene Lehmpfade durch Eukalyptushaine. Vorbei am Drakenstein-Gefängnis, wo Nobelpreisträger und Legende Nelson Mandela zwischenzeitlich vor seiner Freilassung untergebracht war, führte adie Route weiter durch die grünen Reben der Weingüter von Franschhoek bis unter die Eichenallee von Boschendal.
“Das war wieder ein harter Tag”, sagte der ruhige Urs Huber kurz nach der Zielankunft, “dadurch dass wir vom ersten Tag an schnell unterwegs waren, ist jede Etappe anstrengend. Auch wenn es gestern mit 73 Kilometern kürzer war, konnte man sich nicht erholen. Zum Glück war es heute ein wenig kühler. Wir müssen nicht auf Etapensieg gehen, wir haben klar den Gesamtsieg im Visier”, sagte der Schweizer. Der Deutsche Cross-Country-Meister Manuel Fumic hatte einen pannenfreien Tag mit seinem brasilianischen Partner Henrique Avancini und schaffte Platz 6. Keine schlechte Form für eine Saisonvorbereitung, die Cannondale Factory Racing Fahrer liegen auch auf Rang 6 der Gesamtwertung.


Rohrbach und Pfrommer wollen nun unbedingt aufs Podium in der Schlusswertung.
Derzeit führen sie sieben Minuten vor den Italienern Samuele Porro und Damiano Ferraro (Trek-Selle San Marco A). Durch den Sturz von Pfrommer am Vortag waren sie etwas verhalten gestartet, gaben aber Gas, als klar war, dass die Knieverletzung nicht zu sehr behindern würde. Auch das erste Team Centurion Vaude, die Österreicher Daniel Geismayr und Hermann Pernsteiner, hatten heute einen guten Tag und kamen auf Rang 3. Waylon Woolcock und Darren Lill (USN Purefit) kamen als 9. Ins Ziel und bleiben im Afrikanischen Absa-Leadertrikot.

CE16 Stage5 1
Olympiasiegerin Sabine Spitz holte nach, was auf der “kurzen” Etappe am Vortag geplant war.

Leicht überraschend holte sich die 44jährige Deutsche, ebenfalls Newbie beim Absa Cape Epic, den Etappensieg mit ihrer jungen ukrainischen Partnerin Yana Belomoina. “Schön dass wir die Königsetappe gewonnen haben, meinte ein entspannte Sabine Spitz im Ziel, und lobte ihre Teamgefährtin: “Yana fährt unheimlich stark, ich bin froh, dass wir ein Team bilden, obwohl wir zuvor kaum miteinander fahren konnten.” Zehn Kilometer vor dem Ziel hatte das Führungsteam eine leichte Schwäche in einer Sandpassage und Spitz entschied, Gas zu geben. Fast zwei Minuten legte das Sport for Good-Team zwischen sich und die Favoriten, Marathonweltmeisterin Annika Langvad (DEN) und Ariane Kleinhans (SUI), Team Spur Specialized.“Mit den vielen Anstiegen bin ich sehr zufrieden, wie es heute gelaufen ist”, sagte eine entspannte und wie immer lächelnde Annika Langvad im Ziel. “Ich wusste, dass unsere Gegnerinnen starke Kletterer sind, von daher bin ich eher überrascht, wie gut wir uns am Ende geschlagen haben.” Die Zweiten der Gesamtwertung ließen den Abstand nicht zu groß werden: Sally Bigham und Adel Morath (Topeak Ergon) kamen als dritte nach Boschendal, die 23jährige Deutsche wie fast täglich ziemlich erschöpft im Ziel. 13.45 Minuten liegen sie hinter den Führenden Langvad/Kleinhans, Spitz und Belomoina nochmals knapp fünf Minuten dahinter.

Ergebnisse Etappe 5 - Herren:

1| Platz: Centurion Vaude by Meerendal 2 - Rohrbach Nicola (SUI) und Pfrommer Matthias (GER)

2| Platz: Bulls - Platt Karl (GER) und Huber Urs (SUI)

3| Platz: Centurion Vaude by Meerendal - Geismayr Daniel (AUT) und Pernsteiner Hermann (AUT)

Ergebnisse Etappe 5 – Damen:

1 | Platz: Sport for Good - Spitz Sabine (GER) und Belomoina Yana (UKR)

 

 


Ausblick auf Etappe 6 des Absa Cape Epic: Wellington - Boschendal 69 km/2100hm
Die 6. Etappe des Absa Cape Epic ist durch eine kurzfristige Streckenänderung die
kürzeste der 13. Ausgabe, mit 69 Kilometern und 2100 Höhenmetern. Der
abwechslungsreiche Kurs verläuft durch die Weinberge des Simonsberg
Naturschutzgebiets, die Fahrer werden Ausblicke über False Bay und Stellenbosch
und bis zum Tafelberg genießen können. Viele angelegte Trailkilometer warten wieder
auf die Fahrer, aber es gibt auch genügend Gelegenheiten zu attackieren. Vielleicht
nochmals eine Chance für die gut fahrenden Spitz/Belomoina für einen Etappensieg.
Platt/Huber scheinen relativ entspannt das Feld kontrollieren zu können, und werden
nur attackieren wenn ihr Polster in Gefahr gerät.


Das ABSA Cape Epic ist bekannt als die “Tour de France der Mountainbiker” und fand erstmals 2003 statt. Zweierteams treten in den Kategorien Männer, Frauen und Mixed an. Das Rennen startet am 13. März 2016 mit dem Prolog auf der Weinfarm Meerendal außerhalb von Kapstadt. In acht Etappen legen die 1200 Mountainbiker dieses Jahr insgesamt 652 Kilometer und 15.1000 Höhenmeter zurück, bevor sie am 20. März die Ziellinie wieder im Weingut Meerendal mit Blick auf den Tafelberg überqueren werden.


Die Absa Cape Epic Etappen im Einzelnen:
Prolog Meerendal-Meerendal 26 Kilometer/800 Höhenmeter
Montag 14.03.2016 Etappe 1 Saronsberg-Saronsberg 108/2300
Dienstag 15.03.2016 Etappe 2 Saronsberg-Saronsberg 93/2200
Mittwoch 16.03.2016 Etappe 3 Saronsberg-Wellington 103/2150
Donnerstag 17.03.2016 Etappe 4 Wellington-Wellington 73/1850
Freitag 18.03.2016 Etappe 5 Wellington-Boschendal 93/2500
Samstag 19.02.2016 Etappe 6 Boschendal-Boschendal 74/2100
Sonntag 20.03.2016 Etappe 7 Boschendal-Meerendal 84/1200

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